Freitag, 10. April 2015

US-Polizist wurde vor Todesschüssen übermäßige Gewalt vorgeworfen

Der weiße US-Polizist, der einem flüchtenden Afroamerikaner in den Rücken geschossen und ihn getötet hat, hat sich bereits zuvor wegen übermäßiger Gewalt gegen einen Schwarzen verantworten müssen.

Michael Slager
Michael Slager - Foto: © LaPresse

Das geht aus einer Beschwerde im Personalakt des mittlerweile entlassenen und wegen Mordes angeklagten Michael Slager hervor.

Konsequenzen hatte der Vorfall aus dem September 2013 allerdings nicht. Slager wurde von den Vorwürfen entlastet.

Damals war Slager demnach in North Charleston mit einem Kollegen zu einem Einbruch gerufen worden. Die Betroffene führte die Polizisten zum Haus des mutmaßlichen Täters, wo ein wohl Unbeteiligter an der Tür erschien.

Obwohl die Frau klarstellte, dass er nicht der gesuchte Einbrecher sei, sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen, woraufhin Slager seinen Elektroschocker einsetzte. So berichteten es eine Augenzeugin und der Betroffene, der später die Beschwerde einreichte.

Slager habe ihm grundlos einen Schock verpasst und ihn geschlagen und gezerrt. Der zweite Polizist sagte dagegen, Slager habe den Taser einsetzen müssen, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

apa/dpa

stol