Montag, 13. April 2015

US-Reservepolizist greift zur falschen Waffe und tötet Schwarzen

Aus dem US-Bundesstaat Oklahoma wird ein neuer Fall tödlicher Polizeigewalt gemeldet. In der Stadt Tulsa griff ein 73-jähriger weißer Reserveoffizier bei einer Razzia statt zu seinem Elektroschocker zu einer Pistole und schoss auf einen flüchtenden schwarzen Mann, wie der örtliche Sender News 9 und CBS News am Montag berichteten. Der Mann starb später im Krankenhaus.

Nach dem folgenschweren Schuss wurde der Mann von mehreren Polizisten am Boden festgehalten. (Foto: Screenshot Reuters Video)
Nach dem folgenschweren Schuss wurde der Mann von mehreren Polizisten am Boden festgehalten. (Foto: Screenshot Reuters Video)

Zu dem Vorfall kam es bereits am vergangenen Donnerstag, als die Polizei den wegen Drogendelikten vorbestraften Mann dingfest machen wollte. Als er eine Reihe von Polizeiautos sah, ergriff der Mann die Flucht und wurde von Polizisten zu Fuß verfolgt.

Die Szene wurde von körpermontierten Polizeikameras aufgenommen. Auf dem Video ist der Offizier dem Bericht zufolge mit den Worten zu hören: „Oh, ich habe ihn angeschossen. Das tut mir leid.“

Der Mann starb später im Krankenhaus. Der Fall wird untersucht.

In den USA ist es in den vergangenen Monaten wiederholt zu tödlichen Schüssen weißer Polizisten auf Schwarze gekommen.

Der Tod des schwarzen Teenagers Michael Brown in Ferguson (Missouri) im August vergangenen Jahres führte zu Straßenprotesten.

dpa

stol