Mittwoch, 02. Oktober 2019

US-Sänger R. Kelly bleibt vorerst in Haft

Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte US-Sänger R. Kelly (52) muss vorerst weiter in Haft bleiben.

R. Kelly beteuert seine Unschuld.
R. Kelly beteuert seine Unschuld. - Foto: © APA (AFP) / ANTONIO PEREZ

Nach der Staatsanwaltschaft lehnte am Mittwoch auch Richterin Ann Donnelly bei einer Gerichtsanhörung eine Haftentlassung auf Kaution ab.

Es bestehe ein Fluchtrisiko, zudem habe Kelly in der Vergangenheit schon zu oft versucht, Ermittlungen gegen ihn zu behindern, argumentierte die Richterin.

Eine nächste Anhörung setzte Richterin Donnelly für den 9. Dezember an, einen möglichen Prozessauftakt für den 18. Mai 2020. Ob Kelly bei der nächsten Anhörung anwesend sein muss, wurde zunächst noch nicht entschieden. Zuvor hatte bereits die New Yorker Staatsanwaltschaft Kellys Bitte um Freilassung abgelehnt.

Der Sänger, der seit Juli in einem Gefängnis in Chicago einsitzt, hatte Anfang der Woche über seine Anwälte um Haftentlassung auf Kaution gebeten.
Sexueller Missbrauch und Erpressung
Die Staatsanwaltschaft in New York wirft Kelly unter anderem sexuellen Missbrauch und Erpressung vor. Der Musiker soll Mitarbeiter, darunter Bodyguards und Assistenten, angestiftet haben, Mädchen für illegale sexuelle Handlungen zu gewinnen.

Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft in Chicago Anklage gegen Kelly erhoben. Sie legt dem früheren Superstar („I Believe I Can Fly“) 13 Anklagepunkte zur Last, darunter die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz. Kelly hat auch in dieser Anklage auf nicht schuldig plädiert.

Insgesamt geht es bei den Anklagepunkten um die Misshandlung von zehn Frauen, von denen acht zur angeblichen Tatzeit minderjährig waren. Im US-Bundesstaat Minnesota wird R. Kelly unter anderem Prostitution Minderjähriger vorgeworfen.

apa

Schlagwörter: