Donnerstag, 28. Dezember 2017

USA fahren Suchaktionen nach verschollenem U-Boot zurück

Das US-Militär stellt die Suche nach dem vor über 40 Tagen mit 44 Besatzungsmitgliedern im Südatlantik verschollenen argentinischen U-Boot „ARA San Juan” schrittweise ein. „Das US-Unterstützungsteam hat alle von der argentinischen Marine ausgewiesenen Regionen zweimal mit Ortungsgeräten abgesucht”, teilte das Süd-Kommando der Streitkräfte mit.

Auch das Schiff "Atlantis" suchte vergebens nach dem U-Boot. - Foto: APA (AFP)
Auch das Schiff "Atlantis" suchte vergebens nach dem U-Boot. - Foto: APA (AFP)

Zuletzt war die US-Marine vor allem mit dem Schiff „Atlantis” im Einsatz. In der Spitze waren auch drei Flugzeuge und über 200 Suchkräfte beteiligt, die mit modernster Technik versuchten, das U-Boot zu finden.

Das 66 Meter lange Boot war 1983 in Deutschland gebaut worden und später in argentinischen Besitz übergegangen. Es war Mitte November bei einer Routinefahrt im Südatlantik verschollen. Meeressonden hatten eine Explosion an Bord registriert. Zweieinhalb Stunden zuvor hatte die Besatzung in einer letzten Verbindung über einen angeblich kontrollierten Schwelbrand in den Batterien des elektrisch angetriebenen U-Boots berichtet.

Russische und US-amerikanische ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge wurden bei der Suche in Tiefen von bis zu 1000 Metern hinabgelassen, um über Videoaufnahmen am Meeresgrund vermutete Objekte zu identifizieren. Auch mit Echolot-Technik wurde bisher vergeblich versucht, das Boot zu finden. Tiefe Schluchten am Meeresgrund erschwerten aber die Echolot-Untersuchungen. Es wurden mehrere gesunkene Kutter entdeckt, aber nicht die „ARA San Juan”.

”Im Namen der Bevölkerung der Vereinigten Staaten erbieten wir den Familien der Crew der 'ARA San Juan' und den Menschen in Argentinien unseren Respekt”, sagte jetzt Admiral Daniel B. Abel, der Einsatzdirektor des US-Südkommandos.

apa/dpa

stol