Donnerstag, 12. Mai 2016

USA: Fünfjährige erschießt sich mit Waffe der Oma

Ein fünfjähriges Mädchen hat sich in der US-Stadt Detroit selbst erschossen. Der tödliche Schuss löste sich, als das Kind am Mittwochabend (Ortszeit) mit der Pistole seiner Großmutter spielte, wie der Nachrichtensender CNN berichtete.

Symbolfoto
Symbolfoto

Das Mädchen hatte die Waffe demnach unter einem Kissen gefunden. Zwei weitere Kinder im Alter von einem und drei Jahren waren bei dem Unfall dabei, blieben aber unverletzt. Das Mädchen wurde bei Ankunft in einem Krankenhaus für tot erklärt.

Nach Angaben der Anti-Waffenvereinigung „Brady Campaign to Prevent Gun Violence“ sterben in den USA jeden Tag durchschnittlich sieben Kinder oder Jugendliche infolge von Waffengewalt – zwei davon erschießen sich selbst.

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In den USA wird der 2. Zusatzartikel der Verfassung immer wieder diskutiert. Dieser stammt noch aus Zeiten von George Washington und verbietet es der Bundesregierung, das Tragen und Halten von Waffen einzuschränken.

Während zahlreiche Amerikaner den Besitz einer Handwaffe als ihr gutes Recht erachten, lässt sich nicht vom Tisch kehren, dass immer wieder Menschen - darunter zahlreiche Kinder, die die Waffe beim Spielen finden - erschossen werden.

Der leichte Zugang zu Waffen ermöglicht auch immer wieder Amokläufe an US-amerikanischen Schulen. Präsident Barack Obama hat während seiner Regierungszeit immer wieder versucht, das Gesetz einzuschränken - bisher ohne Erfolg.

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dpa/stol

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