Freitag, 24. Juli 2020

USA: Mutter stirbt an Corona, noch bevor sie ihr Baby sehen konnte

Aurora Chacon Esparza (35) aus Minneapolis (USA) hat den Kampf gegen das Coronavirus Mitte Juli verloren. Nur kurz zuvor war ihr Baby durch einen Notkaiserschnitt auf die Welt geholt worden. Ihr Kind konnte Aurora aber nie in den Arm nehmen. Von diesem tragischen Schicksal berichtete die „Bild“ am Mittwoch.

Das Bild zeigt Aurora und ihre Tochter kurz nach der Geburt.
Das Bild zeigt Aurora und ihre Tochter kurz nach der Geburt. - Foto: © Juan Duran
Im Juni traten die 1. Coronasymptome mit starkem Husten bei Aurora auf. Damals war sie im 7. Monat schwanger. Da der 1. Coronatest negativ ausfiel, hatten ihr Mann Juan Duran und ihre beiden Kinder Andy und Aurora zunächst Hoffnung. Diese wurde aber vom tückischen Virus zerschlagen.

„Jetzt ruht meine Frau Aurora in Frieden mit Gott“, beschreibt Juan im Internet seine Trauer und bittet auf der Spendenseite GoFundMe um Unterstützung für seine Familie. „Wir werden sie ewig vermissen und uns an sie als die starke, liebevolle und fürsorgliche Person erinnern, die sie war.“

Zu dem berührenden Post hat er ein Foto gestellt, das seine schwer kranke Frau zeigt, als sie nach der Geburt des Kindes auf der Intensivstation liegt. Neben ihrem Bett der Inkubator mit der neugeborenen Tochter Andrea.

Dramatischer Kampf gegen das Virus

In dem Post beschreibt Juan den dramatischen Kampf seiner Frau gegen das Virus und für das Leben der ungeborenen Tochter. Wie die „Bild“ berichtet, musste Aurora Mitte Juni ins Krankenhaus eingeliefert werden, weil sich ihre Symptome verschlimmert hatten.



Am 23. Juni musste ihr Baby schließlich durch einen Notkaiserschnitt auf die Welt geholt werden, weil Auroras Sauerstoffwerte bedrohlich gefallen waren. Sie musste künstlich beatmet werden. Bei der Geburt verlief alles ohne Komplikationen und zunächst sah es so aus, als würde es auch der Mutter wieder besser gehen.

„Doch am 7. Juli nahmen die Dinge eine Wendung zum Schlimmsten“, schreibt Juan Duran in dem Post.

Während es ihrer neugeborenen Tochter Andrea immer besser ging, verschlechterte sich Auroras Zustand sich in den Wochen nach der Geburt zunehmend. Eine Langzeit-Behandlung an der Herz-Lungen-Maschine habe die Klinik nicht gewährleisten können, eine Verlegung wurde abgelehnt.

„Sie starb am frühen Sonntagmorgen, dem 19. Juli 2020. Ich glaube, dass sie nun bei Gott ist und in ein besseres Leben übergegangen ist“, schreibt ihr Mann. Ihr Baby konnte Aurora nie in den Arm nehmen.

Die Anteilnahme am tragischen Schicksal der Familie ist groß: Auf der Spendenseite waren bis Mittwochnachmittag schon mehr als 26.000 Dollar eingegangen.



stol

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