Der Südtiroler Manager Manfred Gruber (61) ist in den Vereinigten Staaten zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Brooklyn (New York) befand ihn am 24. August wegen einer Verschwörung zur Verletzung von US-Exportkontrollvorschriften für schuldig. Das Urteil sprach US-Bezirksrichter Hector Gonzalez. Gruber hatte sich bereits am 30. März schuldig bekannt und saß seitdem in Brooklyn in Haft ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/61-jaehriger-suedtiroler-wegen-illegalen-waffenexports-in-den-usa-in-haft" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">hier lesen Sie mehr dazu</a>).<BR /><BR />Gruber arbeitete als Vertriebsleiter für einen bekannten norditalienischen Großhändler für Waffen und Munition. Nach Angaben der US-Behörden sei er zugleich ein wichtiges Mitglied eines internationalen Beschaffungsnetzwerks für Russland während des Krieges gegen die Ukraine gewesen.<h3> Mehr als 540.000 Dollar an Munition</h3>0.000 Dollar <BR /><BR />Gruber selbst hatte nach Angaben der US-Justiz keine Genehmigung beantragt, erhalten oder besessen, die ihm den Export oder Reexport von Munition nach Kirgisistan erlaubt hätte. Gruber soll auch gewusst haben, dass das US-Recht den Reexport amerikanischer Munition ohne zusätzliche Genehmigungen verbot. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1351983_image" /></div> <BR /><BR />Insgesamt soll er auf diesem Weg Munition im Wert von mehr als 540.000 US-Dollar aus den Vereinigten Staaten nach Kirgisistan exportiert haben. Dabei soll er Unternehmen in Italien genutzt haben, die er gemeinsam mit einem Komplizen kontrolliert haben soll. Nach der Ankunft in Kirgisistan sei der größte Teil der Munition anschließend nach Russland weiterexportiert worden.<BR /><BR />Um den mutmaßlich illegalen Export zu ermöglichen, soll Gruber zudem versucht haben, das tatsächliche Bestimmungsland der Munition zu verschleiern.<BR /><BR />In verschlüsselten Nachrichten vom oder um den 23. September 2023 sollen Gruber und ein Komplize über eine Lieferung von rund 100.000 Patronen diskutiert haben. Die Lieferung sollte aufgeteilt werden. Gruber erklärte laut den Ermittlern, dies sei notwendig, damit sie vom FBI „unbemerkt“ bleibe.