Donnerstag, 12. Januar 2017

Vallagarina: 1,5 Tonnen verdorbener Lebensmittel entdeckt

Was als normale Kontrolle der Sondereinheit für Lebensmittel der Carabinieri begann, endete mit dem ekelerregenden Fund von insgesamt 1500 Kilogramm an verrottendem Fleisch und Fisch - aufbewahrt im schmutzigen Kellerlager eines beliebten Supermarkts in der Vallagarina im Trentino.

1,5 Tonnen Fleisch und Fisch haben die Carabinieri beschlagnahmt und entsorgt. - Foto: Carabinieri N.A.S.
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1,5 Tonnen Fleisch und Fisch haben die Carabinieri beschlagnahmt und entsorgt. - Foto: Carabinieri N.A.S.

Die Hauptaufgabe der Sondereinheit für Gesundheit und Lebensmittel der Carabinieri N.A.S. (Nucleo Antisofisticazioni e Sanità) besteht darin, die Konsumenten und generell die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Aus diesem Grund führen die Beamten des N.A.S. mit Hauptsitz in Trient immer wieder Kontrollen im Trentino und in Südtirol durch. 

Zunächst schien alles in Ordnung zu sein

Vor 3 Tagen war ein beliebter Supermarkt in der Vallagarina an der Reihe, der seine Kunden vor allem durch günstige Angebote lockt. 

Zunächst schien alles in bester Ordnung zu sein: Die ausgestellte Ware war ordentlich in die Regale geräumt, die Etiketten belegten sowohl die Herkunft der Ware als auch den Preis. Doch dann bemerkten die Carabinieri einen ekelerregenden Gestank und begaben sich auf die Suche nach dessen Quelle. 

Kurz darauf fanden sie ein Lager im Kellergeschoss, das aus einer anderen Zeit zu stammen schien: Schlechte Beleuchtung, zerborstene und schmutzige Böden, kaputte, von Spinnweben verhangene Fenster, die weder Insekten noch Nager davon abhalten können, ins Lager einzudringen. Doch damit nicht genug: Die gelagerte Ware war unordentlich über den gesamten Boden verstreut, inmitten von leeren Verpackungen, Paletten und Putzmitteln, halb gegessenen Lebensmitteln, umgeschmissenen Körben.

Gestank kam aus 2 Kühltruhen

In der Mitte der Unordnung fanden die Beamten schließlich auch den Ursprung des Gestanks: 2 Kühltruhen, gefüllt mit Fisch und Fleisch unterschiedlicher Herkunft. Die Ware befand sich in einem sehr schlechten Zustand, wies augenscheinliche Vereisung und Gefrierbrände auf und war offensichtlich bereits verfallen.

Wie die Carabinieri berichten, sind dies typische Anzeichen von falsch gelagerten Lebensmitteln, die während des Transports oder der Lagerung auftauen und anschließend wieder eingefroren werden.

Den Beamten blieb nichts anderes übrig als 1000 Kilogramm verdorbenes Fleisch und 500 Kilogramm verdorbenen Fisch im Wert von geschätzt 10.000 Euro zu entsorgen. 

Strengere Kontrollen angekündigt

Der Besitzer des Supermarkts wurde angezeigt. Sollte er für die schlechte Lagerung der Lebensmittel, die für den Verkauf bestimmt waren, verantwortlich gemacht werden, droht ihm eine hohe Geldstrafe. Die verdorbenen Lebensmittel wurden fachgerecht vernichtet.

Dieser außergewöhnliche Fund sei, so erklären die Carabinieri, einmalig im Trentino, allerdings zeige sich, dass es strengerer Kontrollen bedürfe.

stol/liz

stol