Die Jugendlichen stehen im Verdacht, den Vater durch Drohungen, Gewalt und Geldforderungen in die Verzweiflung getrieben zu haben. Sie wurden festgenommen.<BR /><BR />Ein tragisches Familiendrama erschüttert Palermo: Nach 4 Monaten der Drohungen, körperlichen Gewalt und ständigen Geldforderungen durch seine 16-jährige Tochter und ihren 17-jährigen Freund hat sich ein 48-jähriger Mann das Leben genommen.<BR /><BR />Der Suizid ereignete sich am 21. März 2024 im Stadtteil Villaggio Santa Rosalia, nahe der Universitätsstadt.<h3> Schwere Vorwürfe: Tochter und Freund festgenommen</h3>Die Tochter und ihr Freund wurden mittlerweile festgenommen. Der inzwischen volljährige Freund sitzt seit November im Jugendgefängnis Malaspina in Palermo, während die 16-Jährige in eine Einrichtung in Catania gebracht wurde.<BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft für Minderjährige wirft den beiden Jugendlichen Raub, Erpressung sowie „Tod oder Körperverletzung als Folge einer Straftat“ vor. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.<h3> Eine zerstörte Familie</h3>Der Vater, arbeitslos, an Diabetes erkrankt und ohne Geld für Medikamente, habe den Druck nicht länger ertragen können. Vor seinem Suizid hatte ihm die Tochter per WhatsApp mit falschen Anschuldigungen sexueller Gewalt gedroht, falls er nicht das geforderte Geld zahlen würde. <BR /><BR />Der Mann hinterließ 2 Abschiedsbriefe: einen an die Tochter und einen an seine beiden weiteren Kinder. In einem der Briefe beschreibt er die erlittene Erpressung und lastet seiner Tochter die Verantwortung für seinen Tod an.<h3> Ein perfider Plan</h3>Die Ermittlungen zeigen ein erschreckendes Bild: Die Jugendlichen hatten einen Plan entwickelt, um den Vater gezielt zu erpressen. Sie drohten ihm nicht nur mit falschen Anschuldigungen, sondern auch mit körperlicher Gewalt – Gewalt, die bereits zuvor gegen den Vater und einen seiner Söhne ausgeübt worden war. <BR /><BR />Unter den vielen Geldforderungen war unter anderem 899 Euro für Kauf eines Smartphones für den Freund der Tochter, Ausgaben für Handyguthaben sowie Restaurantbesuche und Kleidung.<BR /><BR />Die 16-Jährige, die zum Zeitpunkt der Ereignisse schwanger war, lebte bei ihrem Freund, dessen Vater ein vorbestrafter Krimineller ist. Sie hatte das Haus des Vaters verlassen, angeblich wegen Spannungen, die aus einer früheren Beziehung des Mannes nach dem Tod seiner Ehefrau resultierten.<h3>Ausweglosigkeit des Vaters mündet ihn Suizid</h3>Der 48-Jährige habe mehrfach versucht, seine Tochter zur Vernunft zu bringen und ihr seine Notlage geschildert: Er lebte selbst unter prekären Bedingungen, mit kaum genug Geld für Nahrung oder seine Medikamente, während er auch für 2 arbeitslose Söhne sorgen musste. Doch all seine Bitten blieben ungehört. Schließlich sah er keinen anderen Ausweg mehr.<BR /><BR />Die Ermittlungen dauern an.