Dienstag, 05. April 2016

Vater von Loveparade-Opfer: „Ich fühle mich retraumatisiert“

Ein Vater, der bei der Loveparade-Katastrophe vor fast sechs Jahren seine Tochter verlor, hat sich bestürzt über die Entscheidung des Landgerichts Duisburgs gegen einen Strafprozess um das Unglück gezeigt.

Ein Kerzenmeer am todbringenden Tunnel in Duisburg nach dem fatalen Unglück auf der Loveparade.
Ein Kerzenmeer am todbringenden Tunnel in Duisburg nach dem fatalen Unglück auf der Loveparade. - Foto: © APA/AFP

„Ich fühle mich retraumatisiert, das wirft mich einfach wieder auf den Stand der Dinge von 2010 zurück“, sagte Manfred Reißaus am Dienstag.

„Es hat uns aufgebaut, dass wir gewartet haben als Eltern, dass mal eine Verhandlung stattfindet.“ Jetzt hätten er und viele andere Betroffene ihr Vertrauen in die Behörden komplett verloren.

Am Dienstag hatte das Landgericht bekanntgegeben, dass es um das Loveparade-Unglück im Juli 2010 mit 21 Toten und Hunderten Verletzten keinen Strafprozess geben soll. Nach aufwendiger Prüfung wurde die Anklage gegen zehn Beteiligte nicht zur Hauptverhandlung zugelassen.

apa/dpa

stol