Donnerstag, 07. April 2016

Venedig: Getrennte Fähren-Zugänge für Touristen und Einheimische

Nach bereits zwei gescheiterten Versuchen will Venedig ab Juni getrennte Vaporetti-Zugänge für Einheimische und Touristen testen.

Künftig soll es getrennte Zugänge für Touristen und für Einheimische zum Vaporetto geben.
Künftig soll es getrennte Zugänge für Touristen und für Einheimische zum Vaporetto geben. - Foto: © shutterstock

An insgesamt acht Zugänge – drei davon am Canal Grande – sowie am Lido und auf den Inseln Murano und Burano sollen Einheimische in die Vaporetti steigen können, ohne sich unter Touristen mischen zu müssen.

Wegen des Massenandrangs von Besuchern seien vor allem in der Sommerzeit Maßnahmen notwendig, um die Venezianer zu bevorzugen, betonte der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro. Er wandelt auf den Spuren seiner Vorgänger Massimo Cacciari und Giorgio Orsoni, die 2007 und 2011 ähnliche Versuche unternommen hatten. Diese waren jedoch gescheitert.

Nachdem einige Zugänge verdoppelt wurden, hofft die Gemeinde jetzt, ihr Projekt umsetzen zu können. „Die Herausforderung ist, die Einwohner zu begünstigen, ohne die Touristen mit endlosen Schlangen zu irritieren“, kommentierte die Tageszeitung „La Repubblica“.

Venedig ist die Stadt mit der weltweit höchsten Rate an Touristen, gemessen an der Einwohnerzahl. 55.000 Einwohner müssen jährlich mit 30 Millionen Touristen zusammenleben. Allein am Osterwochenende wurden 300.000 Besucher gemeldet, die im Durchschnitt 2,2 Tage in der Lagunenstadt verbringen. 2015 benutzten 70 Millionen Menschen Vaporetti.

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apa

stol