Mittwoch, 09. Dezember 2020

Venedig setzt nach Problemen erneut auf Dammsystem MOSE

In Venedig ist in der Nacht auf Mittwoch das Dammsystem MOSE eingesetzt worden, um die Lagunenstadt vor einer neuen Flutwelle zu schützen.

Der Markusplatz stand am Dienstag unter Wasser.
Der Markusplatz stand am Dienstag unter Wasser. - Foto: © ANSA / ANDREA MEROLA
Die 78 Barrieren an drei Eingängen der Lagune wurden angesichts einer Prognose von Hochwasser von 1,23 Meter aufgestellt.

Probleme mit dem neuen Dammsystem hatten am Vortag zu Überschwemmungen geführt. Das Hochwasser auf dem zentralen Markusplatz stieg am Dienstagnachmittag auf einen Pegel von 1,37 Metern über dem Meeresspiegel und drang auch in den Markusdom ein.

Die neue Hochwasserschutzanlage MOSE sei nicht aktiviert worden, weil ein geringerer Anstieg des Wasserpegels vorhergesagt worden sei, sagte Bürgermeister Luigi Brugnaro. Er kündigte an, die Vorgaben für das System zu überprüfen.

Die Hochwasserschutzanlage war im Herbst in Betrieb genommen und in den vergangenen Tagen insgesamt drei Mal eingesetzt worden.

apa/stol

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