<b>von Micaela Taroni</b><BR /><BR />Ab 2025 werden dann bis zu zehn Euro fällig, sobald es in der Lagunenstadt besonders voll wird. Die Zahl der Tage, an denen die Gebühr gezahlt werden muss, wird sich von 29 auf 54 Tage fast verdoppeln, erklärte Venedigs Finanzstadtrat Michele Zuin bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Die Gebühr wird an den Tagen von 18. April (Karfreitag) bis 4. Mai und dann vom zweiten Wochenende im Mai bis zum 27. Juli 2025 jeweils von Freitag bis Sonntag und einschließlich dem Nationalfeiertag am 2. Juni eingehoben.<BR /><BR />Die Maßnahme gilt wie im Jahr 2024 von 8.30 bis 16.00 Uhr. Die Gebühr beträgt fünf Euro. Für Personen, die erst ab vier Tage vor dem Besuch bis zum Zutrittstag selbst buchen, wird das Eintrittsgeld auf zehn Euro verdoppelt. Dies gilt als Neuerung für 2025. Die Touristen müssen sich per Internet einen QR-Code besorgen und aufs Handy laden. Andernfalls drohen bis zu 300 Euro Strafe.<h3> „Tourismus muss geregelt werden“</h3>„Wir waren die erste Stadt der Welt, die das Problem von überbordendem Massentourismus in Angriff genommen hat. Der Tourismus muss zeitlich und räumlich geregelt werden“, betonte Bürgermeister Luigi Brugnaro. „In der Testphase in diesem Jahr wurden keine Probleme für die Bürger und Unternehmen verursacht“, erläuterte er.<BR /><BR />Der Strom an Besuchern bereitet der Stadt seit vielen Jahren große Probleme. Heute leben im Zentrum mit seinen Hunderten Kanälen keine 50.000 festen Einwohner mehr. Dafür gibt es mehr als 50.000 Gästebetten. <BR /><BR />An vielen Tagen ist in den engen Gassen rund um Markusplatz und Rialto-Brücke kaum noch ein Durchkommen. Manchen Gebäuden ist anzusehen, wie ihnen der Tourismus zu schaffen macht. Die Einnahmen sollen deshalb später einmal auch dafür genutzt werden, Kanäle, Straßen und Gebäude zu sanieren.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1088097_image" /></div> <BR /><BR />Mit dem heuer erstmals eingehobenen Eintrittsgeld für Tagesbesucher hat die Lagunenstadt mehr als 2,4 Millionen Euro eingenommen. Insgesamt wurden an den 29 Geltungstagen der Testphase 485.000 zahlende Besucher registriert. Es gab in der Testphase eine ganze Reihe von Ausnahmen: Einheimische, Hotelgäste und Kinder unter 14 Jahren beispielsweise mussten nichts bezahlen. Dabei soll es auch bleiben. <BR /><BR />Die Pläne der Gemeinde stoßen aus Widerstand. Trotz der Erhebung von Eintrittsgeld für Tagesbesucher sei die Zahl der Touristen in Venedig weiterhin gestiegen, beklagt die Opposition im venezianischen Gemeinderat, die die Zahlen der Tagesbesucher 2023 mit jenen der Tage im Frühjahr und Sommer 2024 verglichen hat, an denen das Eintrittsgeld erhoben wurde.