Die Ermittlungen zu dem Fall wurden aufgenommen, nachdem der Landwirt den Veterinärdienst alarmiert hatte: Mehr als ein Drittel seines Bestands von 205 Tieren war binnen kurzer Zeit verendet. Die Tiere hatten zuvor deutliche Atembeschwerden gezeigt.<BR /><BR />Auch ein Angehöriger des Hofbesitzers, der unmittelbar nach dem Vorfall in den Stall geeilt war, entwickelte dieselben Symptome und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Er konnte jedoch nach einigen Stunden wieder entlassen werden, wie die italienische Tageszeitung „L'Adige“ berichtet. Erste Stichprobenuntersuchungen ergaben schnell, dass keine Erkrankung vorlag. <h3> Der entscheidende Hinweis</h3>Dann der entscheidende Hinweis: Laut dem Bauern waren auf einem angrenzenden Grundstück Oleanderäste verbrannt worden. Aufgrund der niedrigen Luftdruckverhältnisse sei der Rauch direkt in den Stall gezogen – genau dorthin, wo später die meisten Kadaver gefunden wurden.<h3> Eine wissenschaftliche Premiere</h3>Der Fall, den der lokale Sanitätsbetrieb derzeit umfassend analysiert, gilt als wissenschaftliche Premiere. „Es ist bekannt, dass Oleander giftig ist“, erklärt Dr. Anselmo Ferronato, Leiter des Veterinärdienstes für Tiergesundheit. „Doch selbst toxikologische Fachbücher erwähnen keine Risiken durch das Einatmen von Oleanderrauch.“<BR /><BR /> Aus diesem Grund wurde die Universität Padua in die Untersuchungen mit einbezogen. Obduktionen an mehreren Tieren sowie weiterführende Analysen bestätigten schließlich den Verdacht, dass die Tiere durch den Rauch der Oleanderäste verendet waren.