Dienstag, 19. Mai 2020

Verband der Sozialberufe: „Zeichen setzen!“

Die Coronakrise ist ein großer Belastungstest für die Sozial- und Gesundheitsberufe, die unter schwierigsten Bedingungen arbeiten müssen. Der Landesverband der Sozialberufe fordert, „dass diese Berufe hinter dem Vorhang hervorgeholt und gehört werden müssen, sonst bleibt das Klatschen für diese Menschen bestenfalls eine nette Geste.“

Die Wichtigkeit der Sozialberufe in Zeiten von Corona kann nicht genug betont werden.
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Die Wichtigkeit der Sozialberufe in Zeiten von Corona kann nicht genug betont werden. - Foto: © Shutterstock
Seit zweieinhalb Monaten und immer noch, ist es das oberste Ziel, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und die Kurve der Infizierten zu strecken. Gerade in dieser Zeit, arbeiten die Sozialberufe unter schwierigen Bedingungen, denn der Kernauftrag dieser Berufe, die Beziehungsarbeit, ist nur sehr begrenzt möglich und trotzdem unverzichtbar.

Trotz aller Erschwernisse zeigen sich die Mitarbeiter solidarisch untereinander und helfen sich gegenseitig aus, wo Not am Mann ist: So springen Mitarbeiter aus aktuell geschlossenen Bereichen in Wohnheimen und Seniorenwohnheimen ein, um erkrankte Berufskollegen zu ersetzen.

Anfangs sei unter den Mitarbeitern aus den Sozialberufen Verunsicherung zu spüren gewesen, aber relativ schnell hätten diese trotz fehlender und unklarer Informationen und Vorgaben oder teils fehlender Schutzausrüstung, ihre Arbeit mit einer hohen Professionalität ausgeführt.
„Unser Team hält jetzt noch stärker zusammen als vor der Krise und jeder von uns hat sich auf die Situation eingelassen“, berichtet der Landesverband der Sozialberufe von Aussagen, die man in vielen Einrichtungen hören kann.

In dieser herausfordernden Zeit, hat die Firma Loacker dem Landesverband für Sozialberufe eine großzügige Sachspende zugesichert und damit die Solidarität mit den Sozialberufen in den verschieden Einrichtungen und Diensten des Landes zum Ausdruck gebracht. Damit soll auch die Gewährleistung der Arbeit in den verschiedenen Betreuungseinrichtungen auch in Zukunft unterstützt werden.

Stellenwert der Sozialberufe unterstreichen

„Auch wenn die Mitarbeiter für Integration und die Kinderbetreuer, Tagesmütter und Tagesväter während der Coronakrise nicht arbeiten konnten, leisten auch sie einen wertvollen Beitrag um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Über die Belastungen der Familien in dieser Zeit ist viel berichtet worden, damit ist der Stellenwert dieser Berufe klar zum Ausdruck gekommen“, merkt der Landesverband der Sozialberufe an.

Der Landesverband der Sozialberufe nimmt seinen Auftrag nun auch darin wahr, die Bedeutung und Expertise der Sozialberufe in die Bewältigung der Folgen der Coronakrise in die öffentliche und politische Diskussion einzubringen.

„Denn in der Zeit von Covid-19 sehen wir einmal mehr, dass die Bedeutung der Sozialberufe gnadenlos unterschätzt wurde und dass diese Berufe hinter dem Vorhang hervorgeholt und gehört werden müssen. Sonst bleibt das Klatschen und das Danke für diese Menschen bestenfalls eine nette Geste“, sagen die Vorsitzende und die Geschäftsführung
Marta von Wohlgemuth und Kathrin Huebser abschließend.






stol

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