Naturschützer und weite Teile der Einwohner sind von dem Projekt gar nicht begeistert. Durch die Bürgerinitiative „Nosc Cunfin“ versuchen sie, die Bahnverbindung zu stoppen oder zumindest ein Referendum zu erwirken. <BR /><BR />Mit Posts auf Instagram haben sich Dutzende junge Menschen für den Schutz der Cunfinböden starkgemacht und die Forderung nach einem Referendum unterstützt. Eine nicht repräsentative Online-Umfrage zweier Grödner Künstler zum Projekt, die im Oktober durchgeführt wurde, hat ergeben, dass 92 Prozent der 738 Menschen, die abgestimmt haben, gegen die geplante Verbindung sind <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/verbindung-saltria-monte-pana-wollen-wissen-was-leute-denken" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(wir haben berichtet). </a><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1103685_image" /></div> <BR /><BR />Auch bei einer Umfrage von „Nosc Cunfin“, die 2022 durchgeführt wurde, sprachen sich von den 1403 Befragten 1109 Personen dagegen aus – das sind knapp 80 Prozent. Zudem stimmten die Gemeinden von St. Ulrich und Wolkenstein gegen die Verbindung.<h3> „Wenige haben Verständnis für solchen Eingriff“</h3>Eine neue Verbindung würde zu einer Qulitätsminderung der touristischen Attraktivität des gesamten Gebiets führen und den unwiderruflichen Verlust eines der letzten Naturlandschaftsflecken zwischen dem Grödnertal und dem Schlerngebiet bedeuten, so die Bürgerinitiative „Nosc Cunfin“. Die Erschließung würde nicht nur den Verlust der treuen Besucher und Gäste auf der Alm bedeuten, die Ruhe suchen, sondern auch viele Touristen abschrecken. Nur wenige hätten Verständnis für einen solchen Eingriff in die Natur.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1103688_image" /></div> <BR /><h3> „Trinkwasser in Gefahr“</h3>Die Bürgerinitiative sieht außerdem das Trinkwasser in Gefahr. Das Quellgebiet der Gemeinde St. Ulrich liege in unmittelbarer Nähe der vorgeschlagenen Lifttrasse. Klimafreundlich sei die Seilbahn auch nicht, denn nur eine nicht gebaute Seilbahn, sei klimafreundlich. Für den Wald und die Tiere wäre der Eingriff irreparabel. <h3> „Noch mehr Menschen“</h3>Ein großes Problem sieht „Nosc Cunfin“ beim Verkehr und beim Andrang von Touristen. Eine neue Liftverbindung würde noch mehr Menschen anziehen. Dies hätte zur Folge, dass eine unmittelbare Erweiterung der Zubringerlifte, Restaurants und Bars notwendig wäre. <BR /><BR />Die Ruhezone, zwischen den beiden belebten Skigebieten, müsse unbedingt als Rückzugsgebiet für die heimische Tier- und Pflanzenwelt und als Naherholungsgebiet für die Menschen erhalten bleiben. Das Gebiet sei ein wahres Paradies für Wanderer, Familienausflüge und Radfahrer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1103691_image" /></div> <BR /><h3> „Verbindung bereits vorhanden“</h3>Eine Bahnverbindung sei zudem gar nicht nötig, so „Nosc Cunfin“, da die beiden Skigebiete, bereits über die Pilat-Abfahrt über St. Ulrich verbunden wären. Deswegen fordert die Bürgerinitiative die Beibehaltung der Busverbindung. Die alten Busse sollen durch ökologische ersetzt werden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1103694_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Nosc Cufin“ fordert auch ein Referendum: „Die Langkofelgruppe mit den beiden Naturdenkmälern Cunfin Böden und Steinerne Stadt ist ein Allgemeingut und als ,bene non disponibile‘ gekennzeichnet. Daher sollte die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden in einer Volksbefragung darüber entscheiden können, ob eine neue Verbindung zwischen Monte Pana, Cunfinböden und Saltria erforderlich ist oder nicht.“<h3> Kritik am Vorgehen</h3>Die Bürgerinitiative „Nosc Cunfin“ beanstandet auch die Vorgehensweise der Verantwortlichen, und die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/verbindung-saltria-monte-pana-arbeitsgruppe-ist-nicht-neutral" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(wir haben berichtet). </a><BR /><BR />Die Arbeitsgruppe habe mehrere erhebliche Mängel aufgewiesen: Die Zusammensetzung sei unausgewogen gewesen, mit einem Übergewicht von Touristikern und Liftbetreibern, während wichtige Stakeholder, wie Umweltschutzverbände, kaum vertreten gewesen seien. Es habe keine gleichwertige Behandlung aller Varianten gegeben, Protokolle fehlten, und entscheidende Informationen seien den Mitgliedern vorenthalten worden.<BR /><BR />Die Veröffentlichung des Abschlussberichts sei verspätet und unzureichend erfolgt. Renderings hätten das Projekt beschönigt, und Bürgeranfragen sowie Einwände seien unzureichend berücksichtigt worden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1103697_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /> Die Bürgerinitiative „Nosc Cunfin“ fordert einen echten partizipativen Prozess, der alle Bürger der betroffenen Gemeinden einbezieht.<BR /><BR /><i>In den kommenden Tagen werden weitere Artikel zu dem Thema auf STOL erscheinen. In der nächsten Folge geht es um die Frage: Wie geht es nun weiter?</i>