Am 22. Dezember 2023 beauftragten die beiden Gemeinden St. Christina und Kastelruth, die von der Liftverbindung territorial betroffen sind, eine Arbeitsgruppe, das Projekt zu überprüfen. Diese setzt sich aus 17 Mitgliedern zusammen, darunter Vertreter der Gemeinden, der Alpenvereine, der Tourismusvereine und weiterer Interessensgruppen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1102350_image" /></div> <BR /><BR /><BR /> 4-mal kamen sie zwischen April und Juni zusammen. Sie hörten sich die Pläne der Proponenten an, holten sich Meinungen und Berichte von Experten ein und stimmten anschließend ab. Nach mehreren Abstimmungen, die mitunter auch sehr knapp ausgingen, sprach sich die Mehrheit der Arbeitsgruppe für eine Umlaufbahnverbindung ohne Mittelstation aus. Die bestehende Busverbindung soll dadurch ersetzt werden <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/verbindung-saltria-monte-pana-kabinenbahn-ist-favorit" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(wir haben berichtet).</a><h3> 26 Kabinen, 8 Stützen, 1600 Personen pro Stunde</h3>Wie diese Bahn konkret aussehen könnte, zeigt eine Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüros Dr. Ing. Erwin Gasser. Das Projekt sehe die Installation einer Zweiseilumlaufbahn vor, die speziell für die Topographie und Anforderungen des Gebiets konzipiert worden sei, steht im Bericht. Die Umlaufbahn soll anfangs mit 26 Kabinen ausgestattet werden, die Platz für 16 Personen bieten, und eine Strecke von etwa 3841 Metern mit einem Höhenunterschied von nur 54 Metern überbrücken. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Zahl der Kabinen auf 35 erhöht werden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1102353_image" /></div> <BR /><BR /><BR /> Durch das Zweiseilsystem, das speziell auf die Überquerung von großen Spannweiten ausgelegt ist, werden 8 Stützen benötigt, die zwischen 14 und 41 Meter hoch sind. Bei einer Einseilumlaufbahn auf gleichem Längsprofil müssten 29 Stützen errichtet werden, so der Bericht. Die Talstation soll auf Monte Pana auf einer Höhe von 1631,66 Metern gebaut werden, in unmittelbarer Nähe des Sessellifts Mont Sëura.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1102356_image" /></div> <div class="img-embed"><embed id="1102359_image" /></div> <BR /><div class="img-embed"><embed id="1102362_image" /></div> <BR /><BR /> Die Bergstation soll bei Saltria auf einer Höhe von 1685,66 Metern errichtet werden. In beiden Stationen sollen notwendige Infrastrukturen wie Toiletten und kleine Wartebereiche geschaffen werden. Die Bergstation wird außerdem den Hauptantrieb der Anlage und einen unterirdischen Abstellbahnhof für die Kabinen beherbergen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1102365_image" /></div> <BR /><div class="img-embed"><embed id="1102368_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Die geplante Seilbahn soll zunächst eine Förderleistung von 1200 Personen pro Stunde haben, die bei Bedarf auf bis zu 1600 Personen pro Stunde erweitert werden kann. Die Fahrzeit zwischen den Stationen beträgt in etwa 9 Minuten. Die hohe Fahrgeschwindigkeit und Förderkapazität sollen besonders in Spitzenzeiten eingesetzt werden.<BR /><BR />Laut der Machbarkeitsstudie liegt die Investitionssumme für die Seilbahn bei knapp 50 Millionen Euro. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf gut 2 Millionen Euro. <BR /><BR /><i>In den kommenden Tagen und Wochen werden mehrere Artikel zu dem Thema auf STOL erscheinen. In der nächsten Folge geht es um die Frage: Wieso eine Bahn?</i>