Im Jahr 2025 gab es für die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) einen besonderen Anlass: Die Einrichtung feierte ihr 30-jähriges Bestehen. Auch im Jubiläumsjahr zeigte sich, wie vielfältig die Themen sind, mit denen sich Konsumenten im Land auseinandersetzen müssen.<BR /><BR />Mit knapp 7.000 Beratungsfällen, mehr als 51.000 Kontakten und rund 1,2 Millionen Euro, die für Verbraucher zurückgeholt werden konnten, bestätigte sich die VZS erneut als wichtige und gefragte Anlaufstelle für Südtirols Konsumenten. Der Rückblick auf das vergangene Jahr verdeutlicht, wie breit das Spektrum der Anliegen ist, mit denen sich Bürger an die Beratungsstelle wenden.<h3> Ereignisreiches Jahr</h3>Für zahlreiche Konsumenten brachte das Jahr 2025 allerdings auch schlechte Nachrichten: Die bereits zuvor in Schwierigkeiten geratene luxemburgische Versicherungsgesellschaft FWU meldete Konkurs an. Die Versicherungsleistungen werden daher nicht ausbezahlt. Im Laufe des Jahres konnten Forderungen gegenüber der Gesellschaft angemeldet werden, allerdings lagen diese Summen deutlich unter den insgesamt eingezahlten Prämien. <BR /><BR />So blieb etwa von Prämien in Höhe von 10.000 Euro ein Rückkaufswert von rund 4.000 Euro übrig. Grund dafür sind unter anderem die von Beginn an hohen Vertrags- und Verwaltungskosten dieser Produkte. Die Verbraucherzentrale betreute und betreut weiterhin die betroffenen Südtiroler.<BR /><BR />Auch 2025 riss die Serie an gemeldeten Betrugsfällen nicht ab. Phishing, Online-Trading-Betrug, Enkeltricks und weitere Maschen beschäftigten die Beratungsstelle weiterhin stark. Während in einzelnen Phishing-Fällen eine Rückerstattung möglich ist – einem Opfer konnten etwa 13.700 Euro zurückgeholt werden – erreichen die Schadenssummen beim Online-Trading häufig sechs- oder sogar siebenstellige Beträge. <BR /><BR />In diesen Fällen sind Interventionen, auch auf gerichtlichem Weg, meist kaum erfolgreich. Die VZS informierte deshalb im Laufe des Jahres immer wieder über die Risiken, etwa durch Fernsehbeiträge, Vorträge und Medieninformationen. Mit dem Fortschreiten der digitalen Entwicklung werden auch Betrugsversuche zunehmend raffinierter, etwa durch Deepfake-Videos bekannter Persönlichkeiten als Lockmittel.<h3> Fortschritte bei unerlaubten Werbeanrufen</h3>Fortschritte gab es hingegen im Kampf gegen unerlaubte Werbeanrufe. Seit Sommer 2025 werden durch einen technischen Filter der Aufsichtsbehörde für das Telekommunikationswesen Anrufe mit einer „vorgeschobenen“ Telefonnummer blockiert. Allein im November wurden innerhalb von elf Tagen rund 49,3 Millionen illegale Anrufe aus dem Ausland blockiert, die eine italienische Mobilnummer vortäuschten. Das entspricht durchschnittlich mehr als vier Millionen Versuchen pro Tag und zeigt, wie verbreitet diese Praxis zuvor war.<BR /><BR />Zur Stärkung des Verbraucherschutzes beteiligte sich die Verbraucherzentrale Südtirol 2025 außerdem an zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen. Mitarbeiter der VZS waren bei Weiterbildungen, an Schulen und Universitäten, in Fachgremien sowie bei Tagungen und weiteren Veranstaltungen eingeladen, um verschiedene Aspekte der Verbraucherarbeit zu vermitteln.<BR /><BR />Weitere zentrale Themen im Beratungsalltag waren auch 2025 der Energiemarkt, der Telekommunikationssektor, Versicherungsfragen sowie Anliegen rund um die eigenen vier Wände. Zunehmend im Fokus standen zudem Fragen der Preisentwicklung und mögliche Gegenmaßnahmen für Verbraucher.<BR /><BR /> <a href="https://www.consumer.bz.it/de/jahresberichte-der-verbraucherzentrale" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Der Jahresbericht der Verbraucherzentrale Südtirol kann online eingesehen werden.</a>