Aufgrund dieser schweren Verdachtsmomente sind zwei italienische Staatsbürger im Hausarrest gelandet. Bargeld und Güter im Wert von über fünf Mio. Euro wurden beschlagnahmt. <BR /><BR />Den Ermittlungen von Staatsanwalt Igor Secco und der Finanzpolizei von Cremona zufolge soll die Geldwäsche zwischen 2020 und 2024 über ein Bankkonto in Südtirol abgewickelt worden sein. Dieses sei auf den Namen einer Gesellschaft mit Sitz in Österreich eröffnet worden, die die Ermittler auf zwei Verdächtige zurückgeführt haben wollen. Die aus den Provinzen Treviso bzw. Padua gebürtigen und in Österreich ansässigen Männer werden der Geldwäsche verdächtigt. <BR /><BR />Insgesamt seien rund 20 Millionen Euro über dieses Konto in andere Länder – Österreich, Litauen und China – geschleust bzw. gewaschen worden. Diese „Dienstleistung“ habe einen Profit von fünf Prozent der jeweiligen gewaschenen Summe ergeben, zusätzlich seien ein Prozent für die Bankgebühren abgezogen worden. Die restlichen 94 Prozent seien dann häppchenweise in bar an einen dritten Verdächtigen – einen Unternehmer aus der Provinz Brescia – zurückgeflossen. Wie sich herausgestellt haben soll, sei er hinter sieben Baufirmen gestanden, die offiziell auf die Namen von Strohmännern liefen. Dem Unternehmer wird Eigengeldwäsche zur Last gelegt. Auch wird er des Steuerbetrugs in Höhe von 28 Mio. Euro verdächtigt. <BR /><BR />Ursprünglich war eine Person hinter Gittern gelandet, zwei im Hausarrest. U-Richter Emilio Schönsberg bestätigte auch die Beschlagnahme von Bargeld und Gütern im Gesamtwert von 5,4 Mio. Euro. Insgesamt wurden im Laufe der Ermittlung 15 Immobilien, Bargeld und Gesellschaftsanteile von acht Personen sichergestellt. <BR /><BR />Schlussendlich aufrecht blieb vorerst der Hausarrest für zwei Personen – den aus Padua stammenden und in Österreich wohnhaften Mann und den Bauunternehmer – wegen potenzieller Tatwiederholungsgefahr. Insgesamt ermittelt die Bozner Staatsanwaltschaft in dem komplexen Fall gegen 14 Personen wegen 60 Verdachtsmomenten.