<BR /><BR />Der Pakistaner wurde in der Folge festgenommen und sitzt nun in Beugehaft im Gefängnis von Trient – die beiden Unternehmer aus dem Trentino müssen hingegen bei der Gerichtspolizei vorstellig werden. <BR /><BR />Aber der Reihe nach: Die Finanzpolizei von Trient haben zum Handel von Mobiltelefonen innerhalb eines internationalen Firmennetzes ermittelt: Laut den Beamten sollen die Verdächtigen mehrere Unternehmen gegründet und wieder stillgelegt – offenbar mit der Unterstützung von Strohmännern. <h3> Mehrere Pakistaner als Strohmänner </h3>Bei einem dieser Strohmänner soll es sich um den Pakistaner handeln, der nun im Gefängnis sitzt. Wie die Ermittlungen ergaben, sollen besagte „kurzlebige“ Unternehmen genutzt worden sein, um Mobiltelefone von weiteren Firmen in Italien anzukaufen und sie anschließend an weitere Gesellschaften in Frankreich, Spanien und Belgien – die offenbar zum selben Firmennetz gehören – weiterzuverkaufen. <BR /><BR />Die Schließung erstgenannter Unternehmen sowie die Abtretung der Güter an Firmen in anderen EU-Länder sollen es den Verdächtigen ermöglicht haben, den Handel steuerfrei abzuwickeln. In Wirklichkeit wurden die Mobiltelefone dann aber nicht außerhalb Italiens, sondern im Stiefelstaat verkauft, so die Finanzpolizei. <BR /><h3> Transaktionen um mehr als 88 Mio. Euro in 8 Jahren </h3>Dadurch konnten die Produkte zu unlauteren Wettbewerbspreisen verkauft werden, heißt es weiter in einer Aussendung. Mit dieser Methode soll die kriminelle Vereinigung zwischen 2015 und 2023 Handelsgeschäfte in Höhe von mehr als 88 Millionen Euro gemacht und insgesamt 8,7 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.<BR /><BR />Die Beweislage führte schließlich zu obengenannten vorbeugenden Maßnahmen, die vom zuständigen Untersuchungsrichter am Trienter Gericht ergriffen wurden.