Gegen den Inhaber eines Malerbetriebs lag ein Haftbefehl vor.Denn während M.N. den Instituten INPS und der INAIL schon im Jahr 2006 mitgeteilt haben soll, dass er keine Angestellte mehr beschäftige, soll er dem Arbeitsamt weiterhin Unterlagen von Beschäftigen zugeschickt haben.Der Chef des Handwerkerbetriebs soll nämlich bis zu 30 fiktive Angestellte gehabt haben, um diesen so neue Aufenthaltsgenehmigungen oder die Verlängerung der "permessi di soggiorno" zu ermöglichen. Für Verträge bis zu 2.000 Euro verlangtFür diese Arbeitsverträge soll M.N. unterschiedlich hohe Geldsummen verlangt haben: „Von 600 bis zu 2.000 Euro“, so die Polizei.Rund 30 ausländische Mitarbeiter soll der 38-jährige Bozner in seinem Malerbetrieb beschäftigt haben, vorwiegend Frauen. Zum Verhängnis geworden sein soll ihm, dass mehrere dieser weiblichen Angestellten einer anderen Beschäftigung nachgegangen sein sollen.Denn die Polizei traf sie nicht im Malbetrieb, sondern vorwiegend auf der Straße an, wo sie dem ältesten Beruf der Welt nachgegangen sein sollen.„Und dies mit bestens lackierten Fingernägeln und ohne Farbflecken an den Händen“, so die Polizei. „Und ohne Pinsel.“pg