<BR />Nach Angaben der Ermittler sind die Verletzungen glücklicherweise nicht tief. Die Ärzte gehen von einer Heilungsdauer von rund 30 Tagen aus. Dennoch wiegt der Vorfall schwer: Entscheidend ist weniger die konkrete Schwere der Wunden als vielmehr die Art des Angriffs. Die Staatsanwaltschaft prüft daher, ob statt schwerer Körperverletzung der Vorwurf des versuchten Mordes erhoben wird.<BR /><BR />Der Täter, der mit einem Messer bewaffnet war, soll gemeinsam mit seinen Begleitern geflüchtet sein. Mindestens drei junge Männer sollen an dem Vorfall beteiligt gewesen sein und konnten bislang nicht gefasst werden.<BR /><BR />Die Ermittlungen führt die Polizei in Trient. Alarmiert wurden die Einsatzkräfte von Sicherheitsmitarbeitern des Lokals „Akka“, die auf eine Auseinandersetzung im Eingangsbereich aufmerksam wurden. Rettungskräfte und Polizeistreifen trafen kurz darauf am Tatort ein.<BR /><BR />Nach bisherigen Erkenntnissen entwickelte sich der Vorfall in zwei Phasen. Als die Sicherheitskräfte die Situation bemerkten, griffen sie ein, beendeten die Auseinandersetzung und verhinderten eine weitere Eskalation.<h3> Angreifer und Opfer sollen sich nicht gekannt haben</h3>Das Opfer, ein aus Osteuropa stammender Mann, der seit einiger Zeit im Trentino lebt, blieb während des gesamten Geschehens bei Bewusstsein. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass er weder den Angreifer noch dessen Begleiter kannte. Die Begegnung dürfte zufällig gewesen sein: Der 24-Jährige war allein unterwegs, während ihm eine Gruppe junger Männer gegenüberstand.<BR /><BR />Grund für die Auseinandersetzung soll eine Bagatelle gewesen sein, etwa ein falsches Wort oder ein unbeabsichtigter Rempler. Zunächst sei es zu einem verbalen Streit gekommen, der in Schubsen und Schläge überging. Der 24-Jährige sei schließlich von mehreren Personen überwältigt und im weiteren Verlauf gezielt mit einem Messer attackiert worden.<BR /><BR />Besonders brisant: Die Stiche richteten sich offenbar nicht gegen Arme oder Beine, sondern gezielt gegen den Hals und brachten das Opfer somit in potenzielle Lebensgefahr.<BR /><BR />Die Polizei befragte vor Ort Zeugen und prüft derzeit, ob Überwachungskameras in der Umgebung den Vorfall oder die Flucht der mutmaßlichen Täter aufgezeichnet haben. Nach derzeitigem Informationsstand war der Verletzte zuvor nicht im Lokal gewesen, sondern möglicherweise auf dem Weg dorthin, als er auf die Gruppe traf. Viele Fragen sind derzeit noch offen und Gegenstand der Ermittlungen.