<BR />Wie die Tageszeitung „L'Adige“ berichtet, spielte sich der mutmaßliche Nachbarschaftsstreit bereits in den Jahren 2020 und 2021 ab. Begonnen hat alles aus belanglosen Gründen: etwa mit der Aufforderung der Nachbarn, die Musik leiser zu drehen. <BR /><BR />Die beiden Angeklagten – ein 40-jähriges Pärchen – waren darüber offenbar wenig begeistert: Sie sollen mit Absicht umso mehr Lärm gemacht haben, etwa indem sie die Möbel in ihrer Wohnung verschoben. Derartige Auseinandersetzungen hielten über zwei Jahre lang an, von Tag zu Tag haben sie sich zugespitzt. <BR /><BR />Das Fass zum Überlaufen brachte im Sommer 2021 angeblich der zugesperrte Heizraum der Wohnanlage, in dem sich auch der Wasserzähler der beiden Verdächtigen befand: Den Schlüssel dazu hatten die mutmaßlichen Opfer, wie der „L'Adige“ schreibt. Verärgert über den gesperrten Heizraum soll der 40-Jährige in Anwesenheit seiner Frau mit einer Schaufel zu seinen Nachbarn gestürmt sein und das Gartengerät mit voller Wucht gegen deren Eingangstür geworfen haben. <BR /><BR />Auch Morddrohungen sollen gegenüber den Nachbarn gefallen sein, genauso wie die Drohung, deren Wohnung in Brand zu stecken. Der Fakt, dass der Mann offenbar tatsächlich Benzin im Haus gelagert hatte, ließ seine Worte umso bedrohlicher wirken. Nicht zuletzt stand der mutmaßliche Täter einmal sogar mit einer Axt vor der Eingangstür seiner Nachbarn – so der Verdacht.<BR /><BR />Die mutmaßlichen Opfer – ein Paar mit Kindern – wollten dem Albtraum ein Ende setzen und erstatteten Anzeige bei der Polizei. Der Fall landete auf dem Tisch der Trientner Staatsanwaltschaft. Diese leitete ein Verfahren gegen die beiden 40-Jährigen ein. Die mutmaßlichen Opfer fordern nun eine Entschädigung in Höhe von 300.000 Euro. Die beiden Angeklagten hingegen bestreiten die Vorwürfe und erklären, dass sie die Taten nicht begangen haben.