Neben ihm sind auch seine Frau und 3 weitere Personen, die ihm geholfen haben sollen, Testergebnisse in den Computer einzuspeisen, ins Visier geraten.<BR /><BR />Wie berichtet, haben Polizei und Finanzpolizei im Auftrag der Trienter Staatsanwaltschaft sowohl das seit Mitte Oktober betriebene Testzentrum in der Sporthalle von Pergine als auch ein kürzlich eröffnetes in Trient geschlossen. Wie jetzt bekannt wurde, waren der Durchsuchung längere Beobachtungen und auch Telefonabhörungen vorausgegangen.<BR /><BR /> Seit Dezember hatten die Fahnder ein Auge auf das Zentrum und glauben nun, rekonstruieren zu können, wie die mutmaßliche Test-Trickserei abgelaufen sein dürfte.<BR /><BR />Im Schnitt 400 Personen sollen das Zentrum täglich aufgesucht haben, doch in die Plattform des Sanitätsbetriebes seien pro Tag bis zu 600 Testergebnisse eingetragen worden – etliche spät abends. Das hatte die Ermittler stutzig gemacht. Auch soll der Aufenthalt mancher Kunden oft nur knapp mehr als eine Minute gedauert haben – zu kurz für Abgabe der Daten, Test und Bezahlung, glauben die Ermittler.<BR /><BR /> Bis jetzt sollen 4 Kunden gefunden worden sein, die negativ „getestet“ wurden, aber in Wirklichkeit positiv waren. Der Verdacht: Es habe gar keinen Test gegeben. Und andersherum: Ebenfalls ohne Test sollen Personen positiv eingetragen worden sein, sich in Quarantäne begeben haben und so den Grünen Pass als Genesene erhalten haben.<BR /><BR />Ein Kunde wurde sogar auf frischer Tat ertappt, als er ein Kuvert mit 1000 Euro überreichte. In Telefonabhörungen sei immer „Rosen“ gesagt worden, wenn die Rede von Euro gewesen sei. Den 5 Tatverdächtigen wird vorgeworfen, sich zum Zweck der Korruption und der Falscherklärung zusammengetan zu haben. Die Kunden müssen mit Anzeigen wegen Korruption rechnen. Sie auszuforschen, wird nicht schwer werden, da die beschlagnahmten Aufzeichnungen Bände sprechen: Sie enthalten Namen, Daten und bezahlte Summen.