Donnerstag, 02. April 2015

Verdacht: Wurde M6 vergiftet?

In der Nacht auf Freitag blieben plötzlich die Signale seines Senders aus. Die Trentiner Forstbeamten machten sich auf die Suche – und fanden den Braunbären „M6“ tot auf dem Nonsberg auf. Nach der Autopsie formt sich nun ein Verdacht: Das Tier könnte vergiftet worden sein.

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Archivbild - Foto: © LaPresse

STOL hatte von dem Bärenfund am Sonntag berichtet. Wie berichtet, hatte M6 keine auffälligen äußeren Verletzungen aufgewiesen. Keine Eintrittsstelle von einem Projektil war zu erkennen gewesen. Die Beamten meldeten den Fall der Staatsanwaltschaft, zudem wurde eine Autopsie des Kadavers angeordnet.

Diese fand zu Beginn der Woche statt. „Die Gründe für das Ableben des Bärs wird man erst kennen, wenn die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen vorliegen“, schreibt das Online-Portal „L’Adige“. Doch formt sich bereits jetzt ein Verdacht: M6 könnte vergiftet worden sein.

Bericht: Häppchen mit Gift gefunden

Denn: Am Nonsberg sollen laut Bericht des „L’Adige“ Häppchen mit Gift gefunden worden sein. Derzeit sei ein kausaler Zusammenhang zwischen diesen und dem Tod des Bären nicht erwiesen, schreibt „L‘Adige“. Doch herrsche der Verdacht vor, M6 könnte möglicherweise vergiftet worden sein – auch weil er kein besonders beliebter Bär gewesen war.

M6 war häufig als „Problembär“ bezeichnet worden. Er hatte in den vergangenen Jahren vor allem im Gebiet von Bondone und Paganella bei der Nahrungssuche Schäden angerichtet. Für nicht weniger als 19 gemeldete Schadensfälle soll M6 verantwortlich sein.

stol

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