Dienstag, 09. April 2019

Verdings: Energiesaniertes Haus des Lernens

Dass das Dörfchen Verdings zusammenhalten kann, beweist es alljährlich beim Birmehlfest, doch diesmal waren einfach gar alle gekommen: Kindergartenkinder, Schüler, Eltern, Jugendliche und Erwachsene feierten am Sonntag unter Mitwirkung der Vereine die offizielle Segnung der sanierten Grundschule, des Vereinshauses und der Feuerwehrhalle.

Foto: mgp
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Foto: mgp

Dank des Einsatzes der gesamten Gemeindeverwaltung, insbesondere aber des rührigen Ortsvertreters Sepp Kerschbaumer, war es Verdings gelungen, über den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) einen Fördersatz von 85 Prozent für die energetische Sanierung der Grundschule zu erhalten.

Sie zeigte bereits im ersten Jahr der Anwendung erstaunliche Resultate: „Der jährliche Primärenergieverbrauch wurde um 70 Prozent reduziert und die Schule daher von Klimahaus F in Klimahaus B umgestuft“, erklärte Bürgermeisterin Maria Anna Fink stolz. Sie freute sich über die Anwesenheit der Kinder und hob die Schule als Ort der Herzensbildung hervor.

Neben Prominenz aus Schule und Kultur waren auch mehrere Landes- und Kommunalpolitiker zur Abschlussveranstaltung des EFRE-Projektes „Energie gewinnt“ gekommen. Parlamentarierin Renate Gebhard unterstrich die „Strahlkraft“ der Initiative über die Gemeindegrenzen hinweg.

Schulinspektor Hansjörg Unterfrauner, selbst Verdinner, überbrachte die Glückwünsche des Schulamtes und wies auf den Mehrwert des Schulhauses auch als Vereinstreff für Jugendliche hin.

Tiefen Eindruck hinterließ bei der Bevölkerung der Appell des Seelsorgers Konrad Forer: „Jedes Kind ist einzigartig und als lebendiges Ebenbild Gottes gesegnet. Wir müssen seine Würde bewahren, denn ein Kind ist ein würdiges Geschenk Gottes.“ Die Kleinen steckten die Großen mit dem Begrüßungslied „Wir singen vor Freude“ und dem Rap „Wenn ich etwas können will“ an.

Schule als Haus des Lernens

Wie wichtig Bildung im Kontext der Dorfgemeinschaft ist, wie unerlässlich günstige Infrastrukturen wie ein funktionelles Schulhaus sind, führte Schuldirektorin Annamaria Mayr vor Augen: „Bildung ist ein sozialer und dialogischer Prozess, zwischen dem Kind selbst, seiner Familie, der Umwelt, den Vereinen und dem Dorf. Schule hat sich weg von einer Belehrungsanstalt hin zum Haus des Lernens und Zusammenlebens entwickelt, mit Augenmerk auf eigenverantwortliches und handlungsorientiertes Lernen. Die unterschiedlichen Lernwege, Lernrhythmen, Lernstrategien und Lerntechniken der Kinder müssen durch Methodenvielfalt und anregende Lernumgebung berücksichtigt werden.“

Die Grundschüler von Verdings haben anlässlich der Eröffnung mehrere Stücke einstudiert und vorgetragen:

D/mgp

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stol