Bis heute engagiert sich der „Schenk Otto“ ehrenamtlich in politischen und gesellschaftlichen Gremien, und das auf Orts-, Bezirks- und Landesebene. Er erhielt dafür 1988 den Ehrenring der Fraktion und 2011 die Verdienstmedaille des Landes Tirol. <BR /><BR />Die ehrenamtliche Tätigkeit Otto Schenks begann sehr früh: Bereits in den 1960er-Jahren organisierte er Ausflüge und Klettertouren in die Dolomiten. Er gründete in Gufidaun unter anderem die Wohnbaugenossenschaft, es wurden daraufhin 9 Reihenhäuser gebaut.<BR /><BR />Seit 1988 führt Otto Schenk die Chronik seines Heimatortes Gufidaun. „Geschichte hat mich immer schon interessiert und es ist wichtig, die Geschehnisse für die Gegenwart und die Zukunft festzuhalten“, betont er. Die unruhigen 1960er-Jahre haben sein Interesse für Zeitgeschichte geweckt, bis heute ist dieses in ihm lebendig geblieben. Die Chronikarbeit hat er damals von Lehrer Groß übernommen. <BR /><BR />Seit über 30 Jahren schneidet Schenk fein säuberlich Zeitungsartikel aus, fotografiert wichtige Ereignisse und Veränderungen im Dorf und legt sorgfältig alle Unterlagen in Mappen ab. Im „Chronikraum“ im Hohen Haus sind die Mappen geordnet und an einem zentralen Ort aufgehoben. <h3> Chronist des Dorfes</h3>Bisher hat er die Arbeit allein bewältigt, nun möchte er verstärkt auf ein Team setzen, das ihm bei der Umsetzung der umfangreichen Chronikarbeit hilft. Er ist darüber hinaus noch Stellvertreter des Bezirkschronisten Emil Kerschbaumer. Er führt aber nicht nur die Chronik von Gufidaun: Die Musikkappelle, der Bezirksausschuss des Südtiroler Chorverbandes, der Verein „Lebendige Tracht“, die Böhmische, der Kirchenchor und das Museum des Dorfes können sich an den Jahresüberblicken freuen, die Otto Schenk zusammenstellt. <BR /><BR />Die Chronikmappe des Dorfes wird einmal jährlich, im Herbst, für 6 Wochen ausgestellt und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. <BR /><BR />Noch länger, nämlich seit 1971, arbeitet Otto Schenk an der Realisierung des Dorfmuseums mit und ist somit ein Wegbegleiter erster Stunde. „Da ich 12 Jahre Tischler war, habe ich vieles im Museum selbst gemacht“, schildert er. Er war dabei, als die Verlegung des Museums vom Hohen Haus ins Schnitzler Haus, zurück ins Hohe Haus und dann ins das Pfleghaus. Durch Schenks handwerkliche Fähigkeiten konnte er vieles kostenlos herstellen. <h3> Wegbegleiter des Dorfmuseums</h3>Seit 2002 ist Schenk Obmann des Dorfmuseums und führt regelmäßig Gruppen durch die Ausstellungsräume, die unter anderem Objekte aus dem Alltagsleben des Dorfes vor dem Einzug des technischen Zeitalters zeigen. Im April 2022 feiert das Dorfmuseum sein 50-jähriges Jubiläum.<BR /><BR />Die Musik ist eine weitere große Leidenschaft von Schenk. Seit 1961 spielte er bei verschiedenen Musikkapellen mit, im Chor singt er seit 1967. Begonnen hat seine musikalische Tätigkeit als Trommler bei der Bozner Jugendkapelle, während der Militärzeit in Palermo war er bei der Militärkapelle zugeteilt. <h3> Singen und Musizieren sind seine Freude</h3>52 Jahre spielt er mit Begeisterung die Tuba. 30 Jahre wirkte er auch im Vorstand des Südtiroler Sängerbundes bzw. des Südtiroler Chorverbandes als Obmann und Ausschussmitglied. Er war 8 Jahre Chorleiter und 12 Jahre Obmann des Chores. Für diese Verdienste wurde er 2017 zum Bezirksehrenobmann ernannt.<BR /><BR />Auch beim Singen wird seine Verbundenheit mit den Menschen und der Gemeinschaft deutlich: „Das gemeinsame Singen und Musizieren ist eine große Freude und es freut mich, wenn ich Menschen mit Musik erreichen kann.“