Mittwoch, 12. August 2020

Verfolgungsjagd in Bozen nimmt unfassbares Ende

Nachdem er gleich mehrere Straßenverkehrsregeln gebrochen hatte, lieferte sich ein Autolenker aus Verona am frühen Dienstagmorgen eine Verfolgungsjagd mit der Stadtpolizei Bozen. Schließlich gelang ihm zu Fuß die Flucht – und er versuchte wenige Stunden später, sein Auto bei der Stadtpolizei abzuholen.

Nach einer Verfolgungsjagd sah sich der Lenker aus Verona gezwungen, den Golf in einer Sackgasse stehen zu lassen und zu Fuß zu flüchten.
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Nach einer Verfolgungsjagd sah sich der Lenker aus Verona gezwungen, den Golf in einer Sackgasse stehen zu lassen und zu Fuß zu flüchten. - Foto: © Stadtpolizei Bozen
Gegen 7.30 Uhr kreuzte eine Streife der Stadtpolizei nahe der Palermo-Brücke in Bozen einen VW Golf, der mit hoher Geschwindigkeit gegen die Fahrtrichtung unterwegs war.

Der VW mit 5 Personen an Bord war nach Angaben der Stadtpolizei „gefährlich schnell“ unterwegs. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, woraufhin der Lenker des Golfs nochmals beschleunigte und dabei auch sehr knapp an anderen Fahrzeugen, die von der Innsbrucker Straße zur Brücke einfuhren, vorbeifuhr.

Der Golf fuhr über die Palermobrücke in die Cagliaristraße ab und ignorierte dabei eine rote Ampel.

Anschließend fuhr der Lenker in die Bresciastraße, „vermutlich ohne zu wissen, dass es sich dabei um eine Sackgasse handelt“, mutmaßen die Stadtpolizisten.

In die Enge getrieben, versuchte der Lenker des VW noch, den Streifenwagen zu rammen, musste aber schließlich das Auto auf der Straße zurücklassen und gemeinsam mit seinen 4 Mitfahrern zu Fuß durch die Gassen flüchten.

Ein schneller Blick der Beamten in die Datenbank brachte ans Licht, dass das Auto nicht gestohlen war und einem 28-jährigen Mann aus Verona gehörte.

Lenker spielt Unschuldigen – umsonst

Und der war es auch, der einige Stunden später in der Zentrale der Stadtpolizei in der Bozner Galileistraße auftauchte, „um Informationen über den Golf zu erhalten, der inzwischen entfernt worden war“, so die Stadtpolizei.

Der Mann bestritt zwar, selbst am Steuer gesessen zu sein, scheiterte jedoch mit seiner Ausrede daran, dass er von den Beamten der Streife sofort erkannt wurde.

Und damit nicht genug: Weitere Ermittlungen zeigten, dass der Mann aus Verona gar keinen Führerschein besaß.

Folglich kassierte er eine Reihe schwerer Strafen wegen diverser Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, außerdem wurde er wegen des Widerstands gegen einen Amtsträger angezeigt.

liz