Freitag, 24. Mai 2019

Vergewaltigung in Bozen: Fingerabdrücke unbrauchbar

Die Suche nach den Männern, die am 6. Mai auf den Bozner Talferwiesen nahe der gelben Fahrradbrücke ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt haben, wird schwieriger. Die am Fahrrad des Mädchens abgenommenen Fingerabdrücke sind nämlich wissenschaftlich nicht verwendbar. Als eventuelle Beweismittel bleiben somit nur die DNA-Spuren.

In der Nähe der gelben Fahrradbrücke über die Talfer wurde dem Mädchen Gewalt angetan.
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In der Nähe der gelben Fahrradbrücke über die Talfer wurde dem Mädchen Gewalt angetan.

Der Fall der 15-Jährigen, die am helllichten Nachmittag auf den Talferwiesen von 2 Männern von ihrem Fahrrad gerissen und dann vergewaltigt worden war, hat die Bevölkerung geschockt. Und die Sicherheitskräfte haben sofort auf Hochdruck gearbeitet, um die Täter ausfindig zu machen. Unter anderem wurden DNA-Spuren an der Kleidung und auch Fingerabdrücke am Fahrrad des Mädchens sichergestellt.

Laut einem Bericht des „Alto Adige“ vom Freitag sind die Fingerabdrücke aber wissenschaftlich nicht verwertbar. Die Spuren wurden in einem Polizeilabor in Padua analysiert. Damit Fingerabdrücke ausgewertet werden können, müssen 13 Punkte erfüllt werden, jene am Fahrrad des Mädchens erfüllen jedoch nur 7 Kriterien und sind damit unbrauchbar.

Die Spezialisten des Polizeilabors haben das Ergebnis der Bozner Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Die Suche nach den beiden dunkelhäutigen Tätern wird für die Ermittler nun schwieriger.

Es wurden zwar DNA-Spuren sichergestellt, allerdings gibt es in Italien – im Gegensatz zu Deutschland und Österreich – keine eigene Datenbank mit Proben zum Abgleich.

stol

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