Freitag, 05. Juli 2019

Vergewaltigungsvorwurf: Deutsche kommen auf Mallorca vor Haftrichter

3 Urlauber aus Deutschland müssen auf Mallorca wegen des Vorwurfs der Gruppenvergewaltigung dem Haftrichter Rede und Antwort stehen. Der Termin für die Anhörung stehe aber noch nicht fest, sagte eine Polizeisprecherin der spanischen Ferieninsel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Madrid.

Eine 18-jährige soll von 3 Deutschen auf Mallorca vergewaltigt worden sein.
Eine 18-jährige soll von 3 Deutschen auf Mallorca vergewaltigt worden sein. - Foto: © shutterstock

Nach der Anzeige einer 18-jährigen Deutschen waren die 3 Männer am Donnerstag zusammen mit einem 4. auf dem Flughafen von Palma de Mallorca festgenommen worden, bevor sie den Rückflug nach Deutschland antreten konnten. 1 der 4 sei am Donnerstagabend auf freien Fuß gesetzt worden, weil er ein Alibi habe vorweisen können, hieß es.

2 Männer gelten als Hauptverdächtige, der 3. wird den amtlichen Angaben zufolge der Verschleierung beschuldigt. Nach Berichten von Regionalmedien, die sich auf Behördenquellen berufen, haben die Verdächtigen in einem ersten Polizeiverhör die Tat bestritten. Sie hätten eingeräumt, es sei zum Geschlechtsverkehr mit der Deutschen gekommen – aber „einvernehmlich“.

Beim Feiern kennengelernt

Das mutmaßliche Opfer hatte laut Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) ausgesagt, sie sei am Mittwochabend auf einem Zimmer im Hotel der Gruppe im Badeort Cala Ratjada im Nordosten Mallorcas von 2 Männern im Beisein der beiden anderen vergewaltigt worden. Die Touristin habe ihren Angaben zufolge die Männer beim Feiern kennengelernt und sei freiwillig mit ihnen ins Hotel gegangen.

Die junge Frau sei inzwischen in einem Krankenhaus untersucht worden. Die Experten hätten Indizien dafür gefunden, dass sie Opfer sexueller Gewalt geworden sei, hieß es. Zu Alter und Identität der Verdächtigen wurde noch nichts mitgeteilt. Deutsche Medienberichte, wonach sie aus dem Raum Frankfurt/Main stammen sollen, wurden von den Behörden auf Mallorca zunächst nicht bestätigt.

dpa

stol