„Wir sitzen an getrennten Tischen und haben unseren Teil schon längst ausgehandelt, weshalb man uns getrennt behandeln sollte“, sagt Cornelia Brugger (CGIL/AGB).<BR /><BR />92 Millionen Euro für reale Lohnerhöhungen von im Schnitt 400 Euro brutto stehen für die Tarifverhandlungen für den gesamten Bildungssektor bereit. Weil es bei den Staatslehrern aber zu einer gestaffelten Zuweisung kommen soll, hat man sich am Dienstag, wie berichtet, wieder nicht geeinigt. <BR /><BR />Wie bei der strukturellen Inflationsanpassung vor einigen Monaten möchten die Gewerkschaften erneut Dienstälteren mehr Geld zuweisen. Die Landespolitik drängt in ihren Leitlinien indes auf eine höhere Zuwendung an junge Lehrkräfte, um den Job attraktiv zu erhalten.<h3> 400 Euro pro Kopf für Kindergartenpersonal</h3> Zudem sind acht Mio. Euro im Topf, um die Löhne der Staatslehrer an jene der Landeslehrer (Musik- und Berufsschule) anzunähern. Manche wollen die Annäherung an die Berufsschule, anderen ist es vor allem ein Anliegen, dass Lehrkräfte mit Hochschulstudium an der Grundschule gleich viel verdienen wie an der Mittelschule.<BR /><BR />Ganz anders verhält es sich bei den Verhandlungen für das Kindergartenpersonal, Lehrer an Musik- und Berufsschulen, Sozialpädagogen, Integrationskräfte. Dort will man jeder/m 400 Euro pro Kopf zuweisen. „Unsere Sache ist somit längst ausverhandelt“, sagt Brugger. <BR /><BR />Sie möchte den Schulgewerkschaften keinerlei Vorhaltungen machen, appelliert aber an die Landesregierung, getrennte Wege zuzulassen: „Bei uns steht einer Auszahlung der Mittel rückwirkend ab 1. Jänner nichts entgegen. Da wir an getrennten Tischen sitzen, sollte man das auch getrennt behandeln“, so Brugger. <BR /><BR />Sollte die Rückwirksamkeit für Kindergarten, Landeslehrer & Co. nicht gelten, wäre das nicht nachvollziehbar. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und auch keine Proteste durchgeführt“, so Brugger. Die gab bzw. gibt es nur an den Schulen staatlicher Art.<h3> Ball nun bei der Landesregierung</h3>Jetzt geht der Ball an die Landesregierung. „Ich werde die Regierung um eine Entscheidung bitten, denn ich kann den Unmut bei Kindergartenpersonal und Landeslehrern absolut nachvollziehen“, sagt Personallandesrätin Magdalena Amhof. Rechtlich handelt es sich sowieso um getrennte Verträge. Gemeinsam betreffen sie nur jene zehn Millionen, die für die Übernahme besonderer Verantwortung (z.B. Klassenlehrer) ausgeschüttet werden sollen.<BR /><BR />Da die Landesregierung am Karfreitag nicht zusammentritt, findet die nächste Sitzung erst am 10. April statt. Etwas Zeit für die Einigung bleibt bei den Staatslehrern also noch. Nächsten Dienstag ist ein weiteres Treffen angesagt. Der Druck, sich zusammenzuraufen, ist aber gestiegen.