Die Arbeiten zur Sicherung und Wiedereröffnung der Brennerstraße (SS12) bei Abzwang nach dem Steinschlag vom 11. Februar laufen auf Hochtouren. „Am Mittwoch wurden erfolgreich die labilen Felsbereiche abgesprengt", erklärt der für Tiefbau und Geologie zuständige Landesrat Christian Tommasini. Das Material gelangte wiederum bis zur Staatsstraße, die Splitter bis zum Radweg. Das Material wird zunächst von Hand und mit einem Schreitbagger vom Hang entfernt. Dann soll eine Steinschlagschutzbarriere errichtet werden.„Um die Arbeiten weiter zu beschleunigen und die Straße so schnell wie möglich wieder öffnen zu können, soll auch in den Nachtstunden gearbeitet werden", erklärt der Landesrat für Straßendienst und Mobilität, Florian Mussner. Dies wird dank der Mitarbeit der Berufsfeuerwehr Bozen und die Autobahn A22 möglich, welche die entsprechende Geräte und Scheinwerfer zur Verfügung stellen, damit Gelände und Felswand ausgeleuchtet werden, und die Arbeiten so sicher wie möglich durchgeführt werden können. Die Straße sollte somit nicht wie geplant am 5. März sondern schon einige Tage früher wieder befahrbar sein. Südspur vielleicht ab dem Wochenende offenMussner bemüht sich mit Vertretern der Brennerautobahn um Lösungen für die Verkehrsbelastung im Abschnitt Bozen-Klausen. Er verweist auf die Situation auf der Autobahn, wo die Arbeiten aus Sicherheitsgründen nicht eingestellt werden können. Die erste Baustelle der A22 im Abschnitt Blumau (bei Kilometer 73,600) betrifft die Beseitigung des Steinschlagereignisses. Die Arbeiten sind für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer unumgänglich. Die Südspur kann in diesem Abschnitt laut Aussage des beauftragten Sicherheitskoordinators voraussichtlich am kommenden Wochenende für den Verkehr freigegeben werden. “Zweite Baustelle kann nicht geräumt werdenAuf der zweiten Baustelle der A22 geht es um die Sanierung des Viaduktes „Kastelruth" und des gleichnamigen Tunnels sowie der Galerie „St. Oswald" bei Kilometer 63,830 und 65,087. Es handelt sich laut der Brennerautobahn AG um sehr komplexe Sanierungsarbeiten, welche die gänzliche Schließung der Südspur mit Umleitung auf die Nordspur erforderten. Diese Baustelle könne nicht geräumt werden, da die Arbeiten zu weit fortgeschritten seien. Die Fertigstellung dieser Arbeiten ist innerhalb Ostern vorgesehen. „Allerdings werden die Arbeiten in doppelten Turnussen durchgeführt, damit diese schnellstmöglich voranschreiten", so Landesrat Mussner.“Sicherheit hat Vorrang“ „Wir sind uns klar darüber, dass die derzeitige Situation Unmut bei den Verkehrsteilnehmern hervorruft, es sollte aber allen verständlich sein, dass die Sicherheit Vorrang hat und um diese gewährleisten zu können, die begonnenen Arbeiten abgeschlossen werden müssen", so die beiden Landesräte Tommasini und Mussner.