Auf dem Programm standen ein Zusammentreffen mit den Landesräten Thomas Widmann und Michl Laimer, die Besichtigungen der Baustellen des Brenner Basistunnels und eine Aussprache mit den Wirtschaftsverbänden in der Handelskammer zum Thema Erreichbarkeit. Verkehrsvermeidung ist beste Verkehrspolitik Im Zuge der Aussprache zwischen Wirtschaftsvertretern und der Berliner Delegation war man sich in Punkto Verkehrspolitik rasch einig, dass Verkehrsvermeidung die beste Verkehrspolitik sei, heißt es in einer Aussendung der BBT-Beobachtungsstelle. Erreichbar zentrales Thema für Südtiroler Wirtschaft Hauptthema der Diskussion war die lokale und internationale Erreichbarkeit. Stefan Pan, Präsident des Unternehmerverbandes, unterstrich, dass die Erreichbarkeit zukünftig das zentrale Thema für den Erfolg der Südtiroler Wirtschaft und die damit verbundene Sicherung der Arbeitsplätze sei. "Unternehmen benötigen gute und funktionierende Anbindungen. Hierbei muss einiges verbessert werden. Vor allem auf der bestehenden Bahnstrecke", wird Pan in der Aussendung zitiert. Besonders gespannt waren die Bundestagsabgeordneten auf die Position des Bauernbundobmannes Leo Tiefenthaler, in Sachen Verkehr und zukünftige Infrastrukturprojekte. Tiefenthaler: Erreichbarkeit auch für Landwirtschaft ein Thema Dieser erklärte, dass dieses Thema auch für die Landwirtschaft sehr wichtig sei, da man einerseits landwirtschaftliche Produkte exportiere, andererseits das Thema Urlaub auf dem Bauernhof immer wichtiger werde. „Das Thema Erreichbarkeit ist deshalb auch für uns von zentraler Wichtigkeit“. Eine ähnliche Position dazu vertrat HGV Präsident Walter Meister, der unterstrich, dass Südtirol einerseits vom Verkehr lebe, andererseits zu viel Verkehr wiederum auch nicht gut sei.„Es braucht mehr Wettbewerb auf der Schiene“ Als weiterer Punkt wurde der Gütertransport auf der Schiene diskutiert. Transportunternehmer Thomas Baumgartner erklärte, dass Logistikunternehmen keineswegs nur auf die Straße, sondern auch auf die Schiene setzten. Leider gebe es auf der Schiene jedoch kaum Wettbewerb, da die nationalen Bahngesellschaften einen solchen nicht zulassen würden. Hier forderte er eine Öffnung und eine Liberalisierung des Marktes, da die Verkehrsverlagerung so weit besser funktioniere. Ein gutes Beispiel dafür sei die Rail Traction Company, eine Tochtergesellschaft der Brenner Autobahn, welche den Großteil des privaten Güterverkehrs entlang der Brennerstrecke abwickelt, so Baumgartner.