Im Interview spricht er unter anderem über den Stand der Dinge in Bezug auf das Projekt Hörtenberg, über eine mögliche Verdoppelung der Eisackuferstraße und jene des Virgltunnels.<BR /><BR /><b>Das Projekt Hörtenberg-Tunnel liegt seit Monaten in der Landesregierung zur Genehmigung auf. Wann kommt grünes Licht? Gibt es Probleme mit der Finanzierung?</b><BR />Daniel Alfreider: Die Landesverwaltung hat 2020 in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bozen die bestmögliche Projektlösung für das Baulos 4, den Hörtenberg-Tunnel, definiert. Diese Studie hat uns einmal mehr die Komplexität des Bauvorhabens vor Augen geführt. Es ist notwendig, die zahlreichen Baueingriffe genau zu analysieren. Die Abteilung Tiefbau ist auch im engen Austausch mit den Ämtern der Abteilung Finanzen, damit die Finanzierung allumfänglich gesichert ist. Anschließend kann die detaillierte Projektierung vergeben werden. <BR /><BR /><b>Steht eine Umplanung beim Nord-Portal im Raum? Diesbezüglich gibt es bekanntlich einige Anfragen der Anrainer.</b><BR />Alfreider: Der aktuell vorliegende Vorschlag ist aus verkehrstechnischer Sicht die beste Lösung. Es handelt sich aber nicht um die definitive Lösung. Diese wird erst nach einer genauen technischen Analyse aller Punkte, auch jener der Anrainer, definiert. Es ist allerdings klar, dass dieser Projektvorschlag die Grundlage für alle weiteren Planungsschritte ist. <BR /><BR /><b>Der Wirtschaftsflügel der Bozner SVP hat jüngst das Projekt Verdoppelung der Eisackuferstraße wieder aufs Tapet gebracht. Halten Sie das für eine gute Möglichkeit?</b><BR />Alfreider: Die Landesämter sind dabei, die Umgestaltung des Straßennetzes in Bozen Süd neu zu projektieren, wo auch eine Unterführung bei der Romstraße geplant ist. Die Erweiterung der Eisackuferstraße ist dabei sicher auch eine Maßnahme, die von den Ämtern überprüft und bewertet wird. <BR /><BR /><b>Die Staatsbahnen werden die Eisenbahntrasse in der Trientstraße wohl nicht freigeben. Nun gibt es den Vorschlag, den Virgltunnel zu verdoppeln. Was würde dieses Vorhaben kosten?</b><BR />Alfreider: Ins Auge gefasst wird der Bau eines Tunnels unter dem Virgl, neben dem bestehenden Tunnel. Die geschätzte Investitionssumme beträgt rund 30 Millionen Euro. Die Freigabe der Eisenbahntrasse seitens der Staatsbahnen wird Teil der technischen Analyse sein, es werden aber auch andere Aspekte berücksichtigt. <BR /><BR /><b>Gibt es bereits Neuigkeiten in Bezug auf die Unterführung in der Einsteinstraße? Wurde eine technische Lösung für das Grundwasser-Problem gefunden?</b><BR />Alfreider: Die Abteilung Tiefbau hat alle technischen Analysen und Bewertungen für den Bau der Unterführung an die Umweltagentur weitergeleitet, die nun ihre Bewertungen aus umwelttechnischer Sicht machen wird. <BR /><BR /><b>In Bozen wird immer wieder der Vorwurf laut, die Verkehrsprojekte würden auf die lange Bank geschoben, während „jedes Dorf“ eine Umfahrung habe. Was können Sie den Bürgern darauf erwidern?</b><BR />Alfreider: Es ist unser Ziel, die Straßenbau- und Eisenbahnprojekte in Bozen rasch voranzutreiben. Die Aufgabe der Landesabteilung Tiefbau ist es, die Projekte technisch zu bewerten, auch was die aktuellen Verkehrsströme anbelangt, damit die Landeshauptstadt vom motorisierten Verkehr entlastet wird. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bozen ist sehr gut und wir bauen darauf, bald die nächsten Schritte für eine spürbare Entlastung der Stadt setzen zu können. Im Eisenbahnbereich wird es auch wichtige Neuerungen geben, mit dem Bau des Virgltunnels und der Bozner Umfahrung im Rahmen der Zulaufstrecken für den Brennerbasistunnel. <BR /><BR />