Zuerst hatte der Gemeinderat von Sëlva/Wolkenstein ein Zeichen gesetzt. Dann zog der Gemeinderat von Corvara nach. Während in Wolkenstein das Datum der Testphase 2026 im Grundsatzbeschluss des Gemeinderates explizit erwähnt ist – 1. September bis 31. Oktober – hat sich der Gemeinderat von Corvara nicht festgelegt. Die übrigen Gemeinden in Gröden und im Gadertal haben bis dato noch keine Beschlüsse gefasst. Diese hätten ohnehin rein symbolischen Charakter, denn die übrigen ladinischen Gemeinden sind territorial nicht unmittelbar zuständig.<BR /><BR />Seit Monaten werden in wöchentlichen Treffen in einer Arbeitsgruppe alle offenen Fragen erörtert. Und tatsächlich: Es scheint immer wieder neue Aspekte zu geben. So hatte es zunächst geheißen, die Landesregierung werde spätestens im Mai – nach den Grundsatzbeschlüssen der ladinischen Gemeinden – eine finale Entscheidung treffen, jetzt wird auf Anfrage erklärt, dass es gar keinen Regierungsbeschluss braucht. Es reiche eine Verordnung des Landesstraßendienstes.<BR /><BR />Was aber ist mit der Testphase am Grödner Joch ab 1. September? Daran würden in der Arbeitsgruppe Woche für Woche Vorkehrungen getroffen, heißt es. Ende April hätte eine Pressekonferenz stattfinden sollen, doch auch dazu wird es angeblich nicht kommen. Bevor nicht alle Aspekte geklärt seien, mache eine bloße Absichtserklärung wenig Sinn.<BR /><BR />Man habe in der Arbeitsgruppe jedenfalls bereits klare Vorstellungen über das Informationssystem, das Anmeldeportal sowie die Anbringung von Hinweisschildern. Alles werde jetzt bis ins Detail geplant und man sei absolut zuversichtlich, bereits im September 2026 mit dem Probelauf am Grödner Joch zu starten, heißt es aus Kreisen der Touristiker und Lokalpolitiker. Man habe von nun an schließlich noch vier Monate Zeit.<BR /><BR />Konkret ist geplant, dass ab 2027 nur mehr Anwohner der ladinischen Gemeinden berechtigt sein sollen, in den Sommermonaten das Grödner Joch zu passieren, Nicht in Gröden oder im Gadertal ansässige Bürger – Einheimische wie Touristen – sind nicht mehr fahrberechtigt, können aber Parkplätze am Joch vormerken. <BR /><BR />Experimentiert werden soll diese Regelung ab September dieses Jahres. Bewährt sich der Probelauf im Herbst, soll ab Sommer 2027 eine Sperre sowohl am Grödner- als auch am Sellajoch greifen – immer, wenn bis dorthin die vielen Hürden aus dem Weg geräumt werden.