„Tote Bienen sind wahrscheinlich auf die Pestizidausbringung in der Landwirtschaft zurückzuführen, weil eine gesunde Biene nicht einfach so verendet“, sagt der Bundesobmann des Südtiroler Imkerbundes.<BR /><BR /> „Eine Handvoll solcher Fälle sind bekannt und wurden uns bis jetzt gemeldet“, ergänzt der Imkerchef. Es gebe Jahre mit mehr und auch mit weniger Bienenschäden aufgrund von Pestiziden. „Aufgrund der teilweise zu frühen Aufhebung des Spritzverbotes in der Landwirtschaft sind noch weitere Fälle zu erwarten“, betont der Imkerbund-Landesobmann.<BR /><BR />Er gibt aber ein weiteres Problem, mit dem die Imker und ihre fleißigen Geschöpfe zu kämpfen haben: „Das frühe Aufspannen der Hagelnetze ist für die Bienen und auch für andere Insekten, die eine Bestäubungsfunktion während der Blüte inne haben, eine Katastrophe“, berichtet Larcher. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="765080_image" /></div> <BR /><BR />„Weil durch die Netze das ultraviolette Licht nicht mehr in die Obstanlagen eindringen kann, finden diese Insekten nicht mehr den Rückweg und verenden in den Netzen.“ Deshalb seien die Bauern gebeten, erst nach der Apfelblüte die Hagelnetze in ihren Obstanlagen aufzuspannen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="765083_image" /></div> <BR /><BR />Zudem ersucht der Imkerobmann die Landwirte darum, „beim Ausbringen von Pestiziden auf die Bienen und auch auf andere Insekten Rücksicht zu nehmen“. Um verendete Bienen zu vermeiden, sollten laut Erich Larcher sämtliche Pflanzenschutzmittel außerhalb der Bienenflugzeiten ausgebracht werden: vor 9 Uhr in der Früh und dann erst ab 19 Uhr am Abend. <BR /><BR />Und wie sind die Imker mit dem bisherigen Bienenjahr zufrieden? „Es hat ziemlich trocken begonnen, in den vergangenen 3 Wochen konnten sich die Bienenvölker aber erholen, weil sie aufgrund des Regens und der Regeneration der Natur wieder Futter gefunden haben“, betont Erich Larcher. „Wir hoffen auf gutes und stabiles Wetter, um endlich wieder einmal ein gutes Honigjahr zu haben.“