Donnerstag, 18. Februar 2021

Tamara Lungers Expeditionskollege Ali Sadpara für tot erklärt

Der bekannte pakistanische Bergsteiger Muhammad Ali Sadpara ist rund 2 Wochen nach seinem Verschwinden mit 2 weiteren Männern am K2 für tot erklärt worden. Die Männer hatten im Zuge einer Expedition – an der auch die Südtiroler Bergsteigerin Tamara Lunger beteiligt war – versucht, den K2 im Winter zu besteigen.

Muhammad Ali Sadpara wurde nun für tot erklärt.
Muhammad Ali Sadpara wurde nun für tot erklärt. - Foto: © fb/Muhammad Ali Sadpara
Die Entscheidung trafen Familiengehörige und verkündeten diese am Donnerstag während einer Pressekonferenz in der pakistanischen Stadt Skardu. „Sie sind nicht mehr unter uns“, sagte Sadparas Sohn Sajid.

Sadpara hatte zusammen mit John Snorri aus Island sowie Mohr Prieto aus Chile einen Versuch der Winterbesteigung des K2 unternommen. Mehrere Tage lang suchten Retter mit Militärhubschraubern nach den Männern. Erschwert wurde die Suche durch schlechte Sicht am Berg.

Sadparas Sohn Sajid war ursprünglich auch Teil der Expedition, hatte seinen Versuch aber abgebrochen. Der Tourismusminister der Provinz Gilgit-Baltistan, Raja Nasir, sagte: „In Anbetracht der Wetterbedingungen am K2 sind wir zu dem Schluss gekommen, dass sie tot sind“.

Bereits mehrere Tote dieses Jahr am K2

Ein Team von 10 nepalesischen Sherpas hatte Mitte Januar erstmals den Gipfel im Winter erreicht. Der K2 nahe der Grenze Pakistans zu China war bisher der einzige der 14 Achttausender der Welt, der noch nie im Winter erklettert wurde.

Der 8611 Meter hohe K2 im Karakorum in Pakistan ist der zweithöchste Berg der Welt und gilt als extrem schwierig. Gründe sind unter anderem die steile Route und die Lawinengefahr. Bisher haben ihn nur rund 300 Menschen bestiegen.

Mehrere Menschen starben bereits dieses Jahr am Berg. Unter anderem Tamara Lungers Expeditionskollegen Sergi Mingote und Atanas Skatov.

Anfang dieses Jahres hatte Tamara Lunger den Versuch der Besteigung des gefürchteten Berges in Angriff genommen. Jedoch musste sie dieses Abenteuer im Februar schließlich abbrechen. Lunger bezeichnet diese Expedition als eine solche, „die als Traum begann und als Albtraum endete“.

dpa/stol