Wie berichtet, hatten die Einsatzkräfte bereits seit Sonntag nach dem Bundesdeutschen gesucht: Seine Ehefrau hatte am Samstagabend Alarm geschlagen, nachdem sich ihr Mann nach einer Skitour am Freitag im Vinschgauer Oberland nicht mehr bei ihr gemeldet hatte.Die Suchaktionen am Sonntag und am Montag blieben ergebnislos, weshalb beschlossen wurde, am Dienstag einen letzten Versuch zu starten.Mantrail-Hund bringt Einsatzkräfte auf richtige SpurDiesmal holten sich die Männer der Bergrettung Reschen Unterstützung von einem so genannten Mantrail-Hund, einem Fährtenhund, der auf die Suche nach Menschen spezialisiert ist.Dieser lenkte die Retter in Richtung Piz Lad, einem beliebten Zielort für Tourengeher.In etwa 2000 Metern Höhe entdeckten sie im Wald einen ausgelösten Lawinenkegel, den sie sofort untersuchten.Tourengeher hat Lawine vermutlich selbst ausgelöstEinen Meter tief vom Schnee begraben, fanden die Bergretter den 48-jährigen Urlauber Werner Oswald aus Murnau, dessen Lawinensuchgerät immer noch funktionierte. Er konnte nur noch tot geborgen werden.Derzeit gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass der Tourengeher die Lawine kurz oberhalb der Baumgrenze bei der Abfahrt selbst ausgelöst hat.Der Mann, der aus dem Raum München stammt, wurde in die Leichenkapelle nach Reschen gebracht.liz____________________________________________________Der Piz Lad ist ein Gipfel der Sesvennagruppe. Er liegt oberhalb des Inntals im Westen und des Reschenpasses im Osten. Der Gipfel selbst liegt an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Ungefähr 750 Meter nördlich des Gipfels befindet sich auf einer Höhe von 2180 Metern das Dreiländereck, an dem diese Grenze mit der österreichischen zusammentrifft.