Dienstag, 02. Oktober 2018

Verschollen in Georgien – Bangen um Jörg Hofer

Hoffen, Bangen, Angst: Seit bereits rund einem Monat fehlt vom Südtiroler Alpinisten Jörg Hofer jede Spur. Am 28. August war der 24-Jährige nach Georgien aufgebrochen, seit Anfang September gilt der Partschinser als vermisst. Am 28. September hätte der Rückflug erfolgen sollen.

Wo ist Jörg Hofer? Foto: AVS/Facebook (facebook.com/alpenverein.suedtirol)
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Wo ist Jörg Hofer? Foto: AVS/Facebook (facebook.com/alpenverein.suedtirol)

Am Dienstag verbreitete sich die Meldung im sozialen Netzwerk Facebook wie ein Lauffeuer. Der Alpenverein Südtirol (AVS) bittet um Mithilfe und schließt sich damit dem Aufruf der Familie in den sozialen Netzwerken an. Die Suche im georgischen Kaukasus läuft seit längerem auf Hochtouren. 

Was war geschehen? Der 24-jährige Partschinser Jörg Hofer, ein passionierter Bergsteiger, der in Innsbruck studiert, soll am 28. August nach Kutaissi, der drittgrößten Stadt in Georgien, geflogen sein. Von dort aus ging es weiter in Richtung Großen Kaukasus. Hofer soll eine Expedition zum Uschba geplant haben. Der Uschba ist mit 4737 Metern am Südgipfel der fünfthöchste Berg Georgiens und bedeutet so viel wie „der schreckliche Berg“. Er ragt hoch über Swanetien, einer urigen Bergregion, und ist das Ziel vieler Alpinisten. 

Unterwegs mit russischen Alpinisten? 

Am 2. September sollte Jörg Hofers Tour hinauf auf den Berg starten. Die Expedition soll Hofer gemeinsam mit unbekannten russischen Alpinisten geplant haben. Doch, wie in verzweifelten Suchaufrufen mitgeteilt wird, haben Eltern und Freunde bereits seit 1. September nichts mehr von Jörg Hofer gehört. Seit Wochen schon sollen lokale Polizei, Bergretter und Rettungskräfte in Georgien nach dem Vermissten suchen.

„Der letzte Kontakt war eine SMS am 01. September aus Mazeri, Swanetien an seine Eltern, dass er am Tag darauf mit drei russischen Bergsteigern auf den Ushba wolle,“ schreibt der AVS. 

stol

stol