Samstag, 21. Januar 2017

Verschüttetes Hotel: Signale von möglichen Überlebenden

Neben den 9 Überlebenden, die aus den Trümmern des von einer Lawine verschütteten Hotels Rigopiano geborgen werden konnten, gab es am Samstag angeblich weitere Lebenszeichen von Verschütteten. „Es gibt Signale, die wir gerade prüfen. Es könnten Überlebende sein, aber auch nur Geräusche von Trümmern, die sich unter der Schneelast bewegen“, sagte ein Retter.

Die Einsatzkräfte suchen weiter nach den Vermissten.
Die Einsatzkräfte suchen weiter nach den Vermissten. - Foto: © APA/AFP

Die Rettungseinheiten versuchten die Mobiltelefone der Vermissten zu lokalisieren. Wieviele weitere Menschen sich noch unter den Schneemassen und Trümmern befanden, war unklar. Medien berichteten von rund 23 Vermissten. Fünf Leichen wurden bisher geborgen. 

135 Retter standen weiter am Unglücksort im Einsatz. Sie arbeiteten auf der Suche nach weiteren Überlebenden gegen die Zeit. Es bestehe hohe Lawinengefahr in der Gegend, hieß es. Die Lage sei durch die Wetterlage erschwert. Nebel könnte den Einsatz von Hubschraubern erschweren. Die Wetterlage sei wesentlich schwieriger als in den letzten Tagen.

Familie des Kochs gerettet

Alle Kinder, die sich unter den Trümmern befanden, wurden gerettet. Die gesamte Familie des 38-jährigen Kochs Giampiero Parete, der als erster am Mittwoch Alarm geschlagen hatte, ist in Sicherheit.

Parete hatte in seinem Auto auf die Retter gewartet, während er um seine verschüttete Familie bangte. Seine Frau und seine beiden Kinder im Alter von sechs und acht Jahren konnten aus den Trümmern geholt werden und befanden sich im Krankenhaus von Pescara.

Das Video der Rettungsaktion von Sohn und Mutter machte am Freitag große Kreise.

„Danke allen aus tiefen Herzen. Ich umarme Euch“, antwortete Giampiero Parete auf die Schreiben von Freunden und Angehörigen nach der Rettung seiner Familie auf seiner Facebookseite. Foto: Facebook

apa/stol

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