Grund sei ein Leck im Betonboden von Reaktor 2, teilte die Betreibergesellschaft Tepco am Samstag mit. Es sei eine Strahlung von 1000 Millisievert pro Stunde gemessen woden. Die natürliche Strahlenbelastung liegt zwischen einem und zehn Millisievert pro Jahr.Nach Angaben der japanischen Atomaufsicht will Tepco Beton in das Reaktorinnere pumpen, um das Leck zu stopfen.Drei Wochen nach dem Tsunami und dem Beginn der Atom-Katastrophe besuchte Naoto Kan erstmals das Katastrophengebiet. Dabei traf er in der Sperrzone um Fukushima Arbeiter, die verzweifelt versuchen, das Unglück unter Kontrolle zu bekommen. In dem zerstörten Fischerdorf Rikuzentakata sprach Kan mit Flüchtlingen, die seit dem Tsunami in einer Notunterkunft leben. „Es wird ein langer Kampf werden, aber die Regierung wird mit Ihnen bis zum Ende zusammenarbeiten“, versprach er.Der in Umfragen unbeliebte Kan stand bereits vor dem Erdbeben politisch erheblich unter Druck, entweder zurückzutreten oder Neuwahlen anzusetzen. Auch für sein Krisenmanagement nach dem Beben steht er in der Kritik.