Freitag, 24. Juli 2020

Versprochene Prämie für Corona-Helden soll endlich ausgezahlt werden

Was lange währt, sollte auch hier gut werden. Schon Mitte April haben Land und Sanitätsbetrieb eine Prämie für das Gesundheitspersonal versprochen hatten, das in der „Corona-Hochsaison“ im Dauereinsatz war. Seit Mittwoch liegt nun der Vorschlag vor, wie das Tagblatt „Dolomiten“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

Das versprochene Geld soll nun endlich fließen.
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Das versprochene Geld soll nun endlich fließen. - Foto: © shutterstock
Am Mittwoch wurde der Vorschlag der Prämienzu- und -aufteilung den Gewerkschaften vorgestellt. Er sieht 3 Abstufungen vor: klinischer Bereich Covid-Intensiv, klinischer Bereich Covid-Normalstation sowie Kategorie C „Personal mit Mehraufwand“.

Erwartungsgemäß schaut für das Personal, das in der Covid-Intensivbehandlung tätig war, mit 1750 Euro die höchste Prämie heraus. Diese erhalten 350 Bedienstete im Pflegebereich sowie 125 Ärzte – Kostenpunkt samt Sozialabgaben 1,12 Mio. Euro. „Wir begrüßen es sehr, dass die Prämie für alle Berufsgruppen gleich hoch ausfällt, egal welche“, sagt Walter Oberkalmsteiner vom ASGB-Gesundheitsdienst.

Unverständlich sei für ihn, warum die Notaufnahmen nicht zur ersten Kategorie gehören. „Denn diese Kollegen sind vom ersten Augenblick der Covid-Krise an vorderster Front gewesen“, sagt Oberkalmsteiner. „Das werden wir jetzt noch überprüfen. Entweder wir treffen uns nochmals mit den Gewerkschaften oder schicken bei positiver Bewertung eine Mitteilung“, sagt der Personalchef des Sanitätsbetriebs, Christian Kofler.

5 Millionen im April mit Landesgesetz bereitgestellt


Für Ärzte und Pfleger, die auf Covid-Normalstationen im Einsatz waren, gibt es 1250 Euro Prämie. In den Genuss der Prämie kommen 1450 Leute im Pflegebereich sowie 300 Ärzte. Kostenpunkt in dieser Kategorie – samt Sozialabgaben – 2,95 Mio. Euro. „Bei dieser Einstufungsebene ist uns noch nicht klar, welche umfunktionierten Abteilungen da hineinfallen“, merkt Oberkalmsteiner an. In die 3. und niedrigste Kategorie „Personal mit Mehraufwand“ mit 750 Euro Prämie fallen 975 Bedienstete hinein, darunter 725 Bedienstete aus dem Pflegebereich sowie 250 Verwaltungsbedienstete, die für Covid-Arbeiten abgezogen worden sind.

Die nötigen 5 Millionen Euro wurden bereits im April mit Landesgesetz bereitgestellt. Grundsätzlich ist der Vorschlag des abgestuften Prämiensystems bei den Gewerkschaftsvertretern gut angekommen. „Wir haben versucht, all jene zu berücksichtigen, die im haarigen Bereich tätig waren“, so Personalchef Kofler. „Und da die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und Berufsbilder bereits über das normale Gehalt berücksichtigt werden, fällt die Prämie für Ärzte, Pfleger usw. gleich hoch aus.

Denn alle in der jeweiligen Kategorie waren dem Covid-Risiko gleich ausgesetzt und hatten den gleichen Arbeitsmehraufwand. Spätestens im September, hoffe ich, dass gezahlt wird“, so Kofler.
Und Widmann sagt: „Es ist eine kleine Anerkennung für all jene, die an der Covid-Front waren, auch wenn die Prämie das Geleistete nie aufwiegen kann.“

Von Rom kommen weitere 6 Mio. Euro für Covid-Maßnahmen: zusätzliche Personaleinstellungen, Überstundenbezahlung usw.

lu

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