Montag, 23. März 2020

Verstärkte Polizeikontrollen auf Bahnhöfen in Italien

Nachdem in Italien am Montag ein Großteil der Fabriken geschlossen worden sind, bemühte sich die Polizei, Reisen in Richtung Süditalien zu verhindern, weil dies zur Ausbreitung der Pandemie beitragen könnte.

Viele Arbeitnehmer im Norden kehren in Heimatregionen zurück.
Viele Arbeitnehmer im Norden kehren in Heimatregionen zurück. - Foto: © APA (AFP) / JURE MAKOVEC
Hunderte Autos warteten in Villa San Giovanni in Kalabrien am Montag auf die Überquerung mit der Fähre in Richtung Sizilien. Die Gesundheitsbehörden befürchten einen Zuwachs von Infektionsfällen im Süden, dessen Gesundheitssystem nicht in der Lage sein könnte, einem starken Ansturm von Covid-Patienten Stand zu halten.

Im Kampf gegen das Coronavirus sind ab Montag alle „nicht lebensnotwendigen“ Unternehmen und Fabriken geschlossen. Jegliche Produktion, die für die Grundversorgung „nicht absolut notwendig, entscheidend und unverzichtbar“ sei, wurde eingestellt. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Zugesperrt wurden auch Lotto-Annahmestellen. Trafiken und Zeitungskioske bleiben offen.

Von der Maßnahme betroffen sind vor allem breite Sektoren der öffentlichen Verwaltung. Diese drastischen Maßnahmen sollen bis zum 3. April gelten.

120 Personen zurückgewiesen

120 Personen, die auf dem Mailänder Bahnhof ohne dringenden Grund in den Süden reisen wollten, wurden von der Polizei zurückgewiesen, berichteten italienische Medien.



apa/stol