Montag, 27. August 2018

Verstöße führten zu schwerem Busunglück in Bulgarien

Nach dem schweren Busunglück in Bulgarien vom Samstag ist die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen. Wie am Montag bekannt wurde, war eine bei dem Unfall verletzte Frau in einem Krankenwagen gestorben und direkt zur Gerichtsmedizin gebracht worden. Zu dem Unglück hatten mehrere Verstöße und Versäumnisse geführt.

17 Menschen kamen bei Unglück ums Leben.
17 Menschen kamen bei Unglück ums Leben. - Foto: © APA/AFP

Ein Reisebus war bei heftigem Regen nahe Swoge, gut 40 Kilometer nördlich von Sofia, von der Fahrbahn abgekommen und 20 Meter in die Tiefe gestürzt. In dem Bus hatten 33 Fahrgäste gesessen. (STOL hat berichtet) 

Die Überlebenden wurden teils lebensgefährlich verletzt. Bulgarien gedachte am Montag mit einem Trauertag und orthodoxen Gottesdiensten der Todesopfer – es waren bulgarische Rentner und ein Teenager.

Zu dem Unglück hatten ersten Ermittlungen zufolge mehrere Verstöße und Versäumnisse geführt. Der beim Unfall verletzte bulgarische Busfahrer wurde am Montag in einem Krankenhaus in Sofia festgenommen, wo er vorerst bleiben darf. Ihm wird vorgeworfen, fahrlässig den Tod der 17 Opfer verursacht zu haben. An dem Samstagnachmittag sei er zu schnell gefahren – mit 53 Kilometern pro Stunde bei einer vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern.

Viele Versäumnisse 

Zudem sei der Asphalt auf dem Straßenabschnitt bei Swoge von mangelhafter Qualität. Das Unternehmen, das die Straße dort repariert hat, habe trotz mehrfacher Aufforderung die Asphaltschicht nicht ausgebessert.

Auch die Schutzplanke sei an der Stelle nicht vorschriftsgemäß montiert worden. Außerdem gab es in dem Bus, Baujahr 2001, keine Sicherheitsgurte – Bulgarien will erst jetzt diese für Reisebusse gesetzlich vorschreiben. Darüber hinaus war der Unglücksbus nicht wie erforderlich aktuell technisch überprüft.

dpa

stol