Der 25-jährige Sizilianer soll nach einem Streit mit einem 31-jährigen Kollegen marokkanischer Herkunft ein Messer gezogen und auf den Mann eingestochen haben ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/nach-messerangriff-im-fassatal-24-jaehriger-in-haft" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">wir haben berichtet</a>). Ein erster Stich traf den Bauch, ein zweiter den Rücken. <BR /><BR />Der Verletzte wurde umgehend in das Krankenhaus Santa Chiara in Trient gebracht und dort notoperiert. Nach einem kritischen Kampf zwischen Leben und Tod überlebte der Mann zwar, die schweren Verletzungen führten jedoch zu einer Prognose von mehr als 40 Tagen.<BR /><BR />Für den 25-Jährigen wurde zunächst Untersuchungshaft angeordnet, später wurde die Maßnahme durch Hausarrest ersetzt. Bis heute befindet er sich in Hausarrest – in seiner Heimat Sizilien.<h3> Mehrere Zeugen sollen angehört werden</h3><BR />Nachdem die Staatsanwaltschaft ein sofortiges Hauptverfahren beantragt hatte, begann gestern vor dem Landesgericht in Trient der Prozess mit der ersten Verhandlung. Den Vorsitz führt Richterin Claudia Miori, gemeinsam mit den Richtern Massimo Rigon und Lucia Piccinni, berichtet die Tageszeitung „L'Adige“.<BR /><BR />Die Anklage gegen den jungen Mann lautet auf versuchten Mord sowie auf das Mitführen einer Waffe beziehungsweise eines gefährlichen Gegenstandes. Konkret geht es um ein Klappmesser, das der Angeklagte bei sich getragen und bei der Tat verwendet haben soll.<BR /><BR />Das 31-jährige mutmaßliche Opfer hat sich dem Verfahren als Zivilpartei angeschlossen.<BR /><BR />Im Laufe der gestrigen Verhandlung wurde die Anhörung mehrerer Zeugen festgelegt, die in den kommenden Monaten vor Gericht aussagen sollen.<h3> Was am 24. August 2025 geschehen sein soll</h3><BR />Die mutmaßliche Tat ereignete sich im vergangenen Sommer gegen drei Uhr morgens. Nach bisherigen Ermittlungen kam es aus nichtigem Anlass zu der Auseinandersetzung – vermutlich am Ende eines gemeinsamen Abends.<BR /><BR />Der 31-Jährige brach nach den Messerstichen blutüberströmt zusammen. Freunde des Mannes sowie eine Passantin leisteten Erste Hilfe und verständigten sofort die Rettungskräfte.<BR /><BR />Die Ermittlungen wurden von Carabinieri geführt. Die Beamten konnten den mutmaßlichen Täter rasch identifizieren und verhafteten ihn nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft.<BR /><BR />Noch in derselben Nacht wurden am Tatort biologische und Blutspuren gesichert. Zudem beschlagnahmten die Ermittler die Mobiltelefone des Opfers, des Angeklagten sowie weiterer Saisonarbeiter, um den Datenverkehr auszuwerten und die Ereignisse unmittelbar vor der Tat genauer zu rekonstruieren.