Dienstag, 30. November 2021

Verwirrung in Italien: Doch kein Fernunterricht bei einem Infektionsfall

Trotz steigender Infektionen in den italienischen Regionen hält das Gesundheitsministerium vorerst am Präsenzunterricht in den Schulen fest.

Die italienische Regierung rudert zurück: Schulklassen müssen doch nicht bereits nach einem Corona-Fall in Quarantäne.
Die italienische Regierung rudert zurück: Schulklassen müssen doch nicht bereits nach einem Corona-Fall in Quarantäne. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Das Gesundheitsministerium bekräftigte am Dienstag die geltende Regel, nach der der Präsenzunterricht fortgesetzt wird, auch wenn sich ein Schüler einer Klasse am Coronavirus angesteckt hat und sich deswegen einer Quarantäne unterziehen muss.

In Grundschulen und der ersten Klasse Mittelschule gilt die Quarantäne für die gesamte Klasse erst bei 2 Corona-Fällen. Schüler ab 12 werden wie bisher von der Sanität nachverfolgt und getestet. Am Vormittag hatte das Bildungsministerium mittels Rundschreiben noch verordnet, dass die gesamte Klasse bei einem einzigen positiven Fall in den Fernunterricht muss, was Proteste unter den Schuldirektoren ausgelöst hatte.

Gleichzeitig hat sich die Regierung verpflichtet, in Klassen mit einem positiven Fall Tests durchzuführen. Es habe bisher an stichprobenartigen Tests in den Schulen gemangelt, kritisierte der Verband der italienischen Schuldirektoren.

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