Bei den ersten, die am späteren Tatort in der St.-Korbinian-Straße eintrafen, war Bürgermeister Klaus Rainer. Er rückte mit der Freiwilligen Feuerwehr aus. „Wir wurden wegen Gasgeruch alarmiert“, erzählte er gestern. „Als wir beim Haus ankamen, hörten wir schussähnliche Geräusche im Haus, die aber schwer zuordenbar waren. Davon geht man ja nicht aus, dass da geschossen wird“, sagte er.<BR /><BR /> Im Stiegenhaus sei man dann auf Blut gestoßen. „Da war klar, dass wir uns zurückziehen und uns nicht in Gefahr bringen. Ich habe selbst Verstärkung von Polizei und Carabinieri angefordert, und wir haben das Haus verlassen, aber da wurde von oben schon geschossen.“<h3> „Das Leben zieht wie im Film an einem vorbei“</h3> Er habe sich dann schnell in einem Hauseingang hinter einer Säule in Sicherheit gebracht. „Ein Carabiniere, der hinter mir stand, hat einen Querschläger abbekommen und wurde leicht im Gesicht verletzt“, erzählt Rainer. Es sei eine „absolut dramatische Situation“ gewesen. Er hatte Angst um sein Leben. „Wenn auf dich geschossen wird, dann zieht das Leben wie im Film vorbei“, sagt Rainer.<BR /><BR />Als er selbst sich aus der unmittelbaren Gefahrenzone entfernt hatte, galt seine Sorge v. a. den beiden Seniorinnen, die noch im Haus waren. „Für sie wäre es zu gefährlich gewesen, das Haus zu verlassen. Der Täter hatte zumindest auf die Wohnungstür einer der Frauen auch geschossen.“ Er stand in ständigem Kontakt mit den Frauen, die morgens aus dem Haus gebracht wurden und schwer traumatisiert sind.