<BR />Die 26-jährige Boznerin wurde zur Songwriterin durch den Tod eines nahestehenden Menschen. „Ich wusste immer, dass aus diesem für mich sehr belastenden Ereignis ein Lied werden sollte – wusste nur nicht, wie und wann“, sagt Anna Vittur. Die Idee trug sie lange mit sich herum, bis sie im Studio der Rocknet Academy konkrete Form annahm.<BR /><BR /> Gemeinsam mit Chris Kaufmann und Caro van Brünken – bekannt als Wild as Her – arbeitete sie an der Umsetzung. „Ich hatte anfangs nur ein Motiv, noch keinen fertigen Song“, erzählt sie. Innerhalb von „vier bis fünf Stunden“ entstand daraus ihr erster eigener Titel.<h3> Zwischen Melancholie und Hoffnung</h3>Inhaltlich geht es um Verlust – und um das, was danach bleibt. Vittur beschreibt die Abwesenheit eines Menschen, ohne sich in schweren Bildern zu verlieren. Der Text sucht Halt in Erinnerungen, in der Natur, im Alltäglichen – und formuliert eine leise, vorsichtige Hoffnung auf ein Wiedersehen. „Das Lied ist melancholisch, aber auch hoffnungsvoll. Es ist die Gefühlswelt, in der man sich in der Trauerarbeit bewegt“, sagt sie. Gerade weil vieles offen bleibt, können sich viele darin wiederfinden: „Eigentlich jeder, der jemanden verloren hat, kann meine Worte und Gedanken nachvollziehen.“<BR /><BR />Musikalisch baut „Wiedersehen“ auf einer schlichten Akustikgitarre auf, darüber liegt Vitturs klare, unaufgeregte Stimme. Die Atmosphäre ist ruhig, getragen von kleinen Details, die mehr andeuten als ausformulieren. „Weniger ist mehr“ scheint die leitende Idee der Produktion gewesen zu sein – und genau darin liegt die Stärke des Songs. <BR />Die Klangwelt von Anna Vittur ist noch im Entstehen. Sie höre nach eigenen Angaben „so gut wie alles“, aktuell besonders gern deutschsprachige Folk-Musik – Einflüsse, die auch in ihrem Debüt anklingen.<h3> Vitturs musikalischer Werdegang</h3>Der Weg zur Musik begann für Vittur früh: zunächst im Kinder- und Jugendchor, später als Solistin. Es folgten Studienjahre am Bozner Konservatorium sowie erste Auftritte – im Duo mit dem Südtiroler Pop-Musiker Michael Aster und auch allein auf der Bühne. Heute steht sie an einem neuen Punkt: nicht mehr nur Interpretin, sondern auch Songwriterin.<BR /><h3> Freitag ist „Backstage“-Tag</h3><i>Jeden Freitag stellen wir im Rahmen von „Backstage“ die beste Musik „Made in Südtirol“ vor - im „Dolomiten Magazin“, auf „STOL“ und im Rahmen des „Hitcountdowns“ auf „Südtirol 1“. „Backstage“ bietet heimischen Künstlerinnen und Künstlern die größte mediale Bühne des Landes.</i>