„Das ist schon wenig sympathisch“, sagt Schrott in einer ersten Stellungnahme. Gemeinsam mit 2 Handwerkern war er am Montagmorgen bei der derzeit geschlossenen Jimmihütte, als sie von der Terrasse aus sahen, wie 7 Wölfe den Weg kreuzten und dann im Wald verschwanden. <BR /><BR />„Es ist das erste Mal, dass ich hier einen Wolf sehe“, sagt Schrott. Es sei schon komisch, so um 8 Uhr, „es war schließlich nicht im Morgengrauen um 6 Uhr.“ Glücklicherweise seien derzeit wenig Leute unterwegs. Nur einmal habe ihm ein Wanderer von einer Wolfssichtung erzählt. Das war im Frühjahr, aber nicht um 8 Uhr, sondern viel früher. <BR /><BR />Am Montag aber ging alles sehr schnell. Das Handy hatte Schrott im Auto liegen gelassen, aber die Webcam der Hütte hatte alles aufgezeichnet. <BR /><BR /> <video-jw video-id="ANGXJDem"></video-jw> <BR /><BR />Diese Aufzeichnungen erreichten auch den Direktor der Landesabteilung für Forstwirtschaft, Günther Unterthiner. „Wir wurden von der Sichtung in Kenntnis gesetzt“, sagt er. Entsprechend wurde der Nachweis auch auf der Internetseite des Landesamtes vermerkt. Schäden wurden in dem Zusammenhang keine gemeldet. Woher die Tiere kämen, sei schwierig zu sagen, dass es sich um ein Rudel handle, sei sehr wahrscheinlich. <BR /><BR />Genaueres über die Herkunft weiß hingegen ein Jagd-Insider aus der Gegend. „Es handelt sich hier um das Rudel aus der Puez-Gegend“, sagt er. Auch er hat das Video gesehen und schließt jeden Zweifel aus, dass es sich bei den Tieren um 2 alte Wölfe und 5 Junge handelt. Es handle sich bei den Jungen um den Wurf, der Ende Mai/Anfang Juni in Lungiarü/Campill zur Welt gekommen ist. „Erst vor gut 2 Wochen habe ich mit Kollegen die 7 Wölfe in Puez gesichtet. Sie kamen ziemlich nahe an uns heran“, sagt er. <BR /><BR />Derzeit befänden sie sich auf Wanderschaft. Einer der Wölfe, vermutlich der Rüde, sei auf 3 Beinen unterwegs. „Er steht den anderen aber in der Geschwindigkeit um nichts nach“, sagt der Jagd-Insider. Was ihm geschehen ist, ist ungewiss. Die Verletzung lasse jedoch nicht auf eine eingeklemmte Pranke schließen, vielmehr auf eine Schussverletzung.<BR /><BR />Besagte Wölfe könnten auch für die gerissenen Schafe in Puez und Umgebung verantwortlich sein. „Im Sommer wurden rund 60 bis 70 Schafe gerissen“, sagt der Jagd-Insider.