Freitag, 23. Oktober 2020

Viel Lob für Moderatorin der Trump-Biden-Fernsehdebatte

Die Journalistin Kristen Welker hat es geschafft, die Streithähne zu zähmen: Nach der Fernsehdebatte zur US-Präsidentschaftswahl prasselte viel Lob in den sozialen Netzwerken auf die 44 Jahre alte Moderatorin ein. Anders als bei der ersten TV-Diskussion zwischen Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden verlief das Aufeinandertreffen am Donnerstag in Nashville (Tennessee) in geordneten Bahnen.

Kristen Welker gab  die Zügel nicht aus der Hand.
Kristen Welker gab die Zügel nicht aus der Hand. - Foto: © APA/afp / BRENDAN SMIALOWSKI
Dafür gab es auch Anerkennung vom Moderator der 1. TV-Debatte Ende September, Chris Wallace. „Ich bin neidisch“, sagte der Kommentator des Senders Fox News der Zeitung „New York Times“.

Mit klaren Ansagen verschaffte sich die Journalistin von NBC News von Anfang an Respekt. „Bitte sprechen Sie einer nach dem anderen“, ermahnte sie beispielsweise. Welker kennt den Politik-Betrieb in Washington perfekt, sie arbeitet als Korrespondentin im Weißen Haus.

Die 1. Fernsehdebatte war davon geprägt, dass sich die beiden Kandidaten ständig ins Wort fielen; vor allem Trump hatte damals wiederholt den Kandidaten der Demokratischen Partei unterbrochen.

Vor der Debatte am Donnerstag hatte Trump Welker noch als „total parteiisch“ kritisiert und sie eine „radikale linke Demokratin“ genannt.
In den eineinhalb Stunden der aus Nashville übertragenen Fernsehdiskussion fügte er sich aber ihren Weisungen. Die Moderatorin ließ den Diskussionen ihren Lauf, griff aber auch mehrfach ebenso höflich wie bestimmt ein, um die Debatte zum nächsten Thema zu bringen.

apa

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